Da bietet sich das Samstags-Match (Anwurf: 19.30 Uhr) idealerweise an, denn der gastgebende TV Kirchzell (6./19:15) steht exakt auf jenem Rang, den die Kurstädter anstreben. Dass die TVler sich in dieser Hinsicht gastfreundlich zeigen, ist eher unwahrscheinlich. "Auch wir haben nichts zu verschenken", sagt TV-Coach Gottfried Kunz, dessen Team sich nach drei Niederlagen in Folge im Niemandsland der Liga wiederfindet.

Besonders bitter war die 23:25-Niederlage in Bernburg, als Mannschaftskapitän Mario Stark beim Stand von 23:24 Sekunden vor Spielende bei einem Siebenmeter die Kugel aus der Hand rutschte und hoch über den Kasten flog. "So etwas ist mir noch nicht passiert", stöhnte der Torjäger, dem auch das Hinspiel auf dem Schulberg in schlechter Erinnerung ist. Da siegte der HSC nach großem Kampf mit 33:32. "Da hatten wir das notwendige Glück, das man braucht, um so ein Spiel zu gewinnen", sagt Valkovskis, der mit leichten Sorgenfalten die Reise antritt. "Denn Kapitän Maxi Schmitt fällt wegen einer Grippe sicher aus, Goran Djuricin ist immer noch angeschlagen und konnte kaum trainieren". Gerade für Schmitt kommt die Krankheit zum schlechtmöglichsten Zeitpunkt, geht es doch gegen sein Ex-Team.

Dafür ist Vilim Leskovec nach längerer Verletzung wieder topfit, neun Treffer vor acht Tagen beim Sieg gegen Groß-Umstadt waren Beweis für die Vorhersage seines Trainers: "Wenn Vilim wieder trifft, erhöhen sich unsere Chancen auf einen Sieg." Das weiß auch der Gegner, der ohne personelle Sorgen aufläuft. "Die Kirchzeller verfügen über einen ganz starken Rückraum und haben in Andreas Kunz einen gewieften Spielmacher", so die Detailanalyse von Valkovskis. Aus dem Erfolgserlebnis vom überzeugenden Sieg der Vorwoche wollen die Saalestädter Selbstvertrauen schöpfen. "Man hat während der Woche richtig gemerkt, dass die Verunsicherung der Spieler wie weggeblasen ist", so Valkovskis.