HSC Bad Neustadt - VT Zweibrücken-Saarpfalz 32:25 (17:11) - Nach dem vierten Saisonerfolg durfte sich der HSC nach der Niederlage des bisherigen Spitzenreiters TV Hochdorf zusätzlich zusätzlich über die Tabellenführung freuen. Der Sieg gegen das Schlusslicht fiel allerdings nicht leicht. "Wie ein Abstiegskandidat sind die Gäste nicht aufgetreten", fand HSC-Coach Matthias Obinger, der kurzfristig auf Gary Hines (Schulter) sowie die erkrankten Michal Panfil und Felix Wolf verzichten musste. Die TVler starteten überraschend aggressiv in die Partie, standen in der Deckung gut und gingen mit 5:3 in Führung. Das Team von VT-Coach Andreas Grub bekam zusehends aber zwei HSCler nicht mehr in den Griff. Zum einen war der halblinke Vilim Leskovec nicht auszuschalten, zum anderen stellte Rechtsaußen Jan Wicklein seinen Gegenspieler vor immer größere Rätsel. Der Torhüterwechsel bei den Gästen half in der Endphase des ersten Durchgangs nicht weiter. Da sich auch HSC-Keeper Rostislav Badura immer besser auf die Würfe einstellte, gelangen mehrfach erfolgreiche Tempogegenstöße. "Was diesmal gut klappte, war das Anspiel über die linke Seite, wo Maxi Schmitt für großen Druck sorgte", sagte HSC-Mannschaftsbetreuer Hans-Peter Endres.

Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff war der Aufsteiger bis auf drei Treffer dran (22:19), "weil wir in der Offensive nicht konzentriert genug agierten", wusste Obinger, der mit einer Auszeit die neuerliche Wende einleitete. Die Rot-Weißen forcierten das Tempo, fanden zum gewohnten Kombinationsspiel zurück und vergrößerten trotz Unterzahl während einer Zeitstrafe für Margots Valkovskis den Vorsprung. Obwohl der Gegner über die größeren Einwechselmöglichkeiten verfügte, wurde in den letzten Minuten offensichtlich, dass die Konditionsvorteile eindeutig auf Seiten des HSC lagen. "Das körperbetonte Spiel des Gegners geht sehr auf die Substanz", bemerkte Grub in der Pressekonferenz. Der sah eine ausgesprochen faire Auseinandersetzung, vier Zeitstrafen sind außergewöhnlich wenig. Die Gäste beendeten die Partie mit einem vergebenen Siebenmeter, den Steffen Kiefer über das zu diesem Zeitpunkt von Fabian Tatzel gehütete Tor setzte. Das Jungtalent musste zum Einsatz kommen, weil sich Badura auf recht kuriose Weise verletzte. Beim letzten Gegentreffer verfing er sich mit seinem Fuß im Tornetz und zog sich eine Muskelverletzung zu.

Tore für den HSC: Jan Wicklein (9/2), Vilim Leskovec (8), Maximilian Schmitt (6), Emil Feuchtmann (5), Margots Valkovskis (3), Franziskus Gerr (1).