TSV Großbardorf - Alemannia Haibach 2:1 (1:0). Tore: 1:0 André Rieß (33.), 2:0 Alexander Mantlik (75.), 2:1 Simon Goldhammer (85., Handelfmeter).
"Da gibt es kein Wenn und Aber. Großbardorf hat sich verdient die drei Punkte erspielt", sagte Haibachs Trainer Klaus Hildenbeutel. Wobei es das Wort "erspielt" genau traf. Die Grabfeld-Gallier boten vor allem in der ersten Halbzeit Fußball vom Feinsten. "Da haben wir ausgezeichneten Fußball gezeigt. Wir haben von hinten heraus konstruktiv agiert, stets über die Außenpositionen gespielt, ein super Tempo vorgelegt und immer die Bälle in die Spitze gebracht", lobte Ragati seine Mannen. Allerdings hatte er auch einen Kritikpunkt parat: "Wir haben unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Wir hätten in den ersten 45 Minuten mehr als ein Tor schießen müssen."
Dem stimmte auch sein Haibacher Kollege zu. "Nachdem wir die ersten 20 Minuten gut überstanden hatten, dachte ich, dass wir ein Tor aus dem Nichts erzielen würden, aber dem war nicht so. Ganz im Gegenteil: Großbardorf hatte in der Folgezeit drei bis vier gute, sogar hundertprozentige Chancen. Das 1:0 zur Pause war mehr als verdient. Wir konnten glücklich sein, nur so knapp im Rückstand zu liegen." Damit sprachen beide die zahlreichen herausgespielten Möglichkeiten der Hausherren an.

Eine kleine Auswahl: Gästekeeper Patrick Emmel, wohl der beste Alemanne an diesem Tag, entschärfte nach 14 Minuten einen Mantlik-Schuss per Fußabwehr, dann zeigte der Schlussmann der Gäste eine weitere Glanzparade nach einem Kracher von Stefan Piecha nach Leicht-Zuspiel (19.). Seine dritte Glanztat vollbrachte Emmel nach 30 Minuten, als er einen Kopfball von Kapitän Manuel Leicht mit einem tollen Reflex um den Pfosten drehte. Da war der Führungstreffer längst nur noch eine Frage der Zeit. Nach 33 Minuten war es soweit. Nach einem schönen Zusammenspiel bediente Stefan Piecha André Rieß, der dieses Mal Emmel keine Abwehrchance ließ.
Auch nach dem Wechsel ging es so weiter, obwohl die Gäste nun etwas besser ins Spiel kamen. Besonders, weil die Platzherren das vor der Pause vorgelegte höllische Tempo nicht ganz halten konnten, was auch ihr Trainer hinterher zugab. Nun schlichen sich einige Fehler in ihr Spiel ein, ohne dass die Gäste daraus Kapital schlagen konnten. Nur Michael Neumann kam einmal frei zum Abschluss, verfehlte aber das Tor von Florian Muckelbauer (62.), der absprachegemäß Klaus Freisinger vertrat.

Mit seinem 18. Saisontreffer entschied nach 75 Minuten Alexander Mantlik das sehenswerte Match, als er eine Rieß-Eingabe ins Netz bugsierte, obwohl die Haibacher durch einen Handelfmeter fünf Minuten vor dem Abschluss verkürzten. Doch die sichere TSV-Defensive um die beiden Innenverteidiger Manuel Orf und Markus Lurz ("Beide haben eine Klasseleistung geboten", Ragati) brachte den Dreier sicher über die verbleibende Zeit. Der vierte Sieg in Serie der Gallier war perfekt. Zum letzten Heimspiel gegen die DJK Ammerthal am Samstag, 17. Mai, 16 Uhr, lockt der TSV Großbardorf seine Anhänger mit freiem Eintritt. Ab 20.15 Uhr wird das Finale im DFB-Pokal zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund auf einer Großbildleinwand in der Bioenergie-Arena gezeigt.
Großbardorf: Muckelbauer - Kirchner, Orf, M. Lurz, Zang - Piecha, Schönwiesner - Rieß (80. Heim), Stahl (76. Katzenberger) - Mantlik (90. + 2 Wondra), Leicht.