TSV Rödelsee - HSC Bad Neustadt 23:25 (10:13) - In einer tempogeladenen und kampfbetonten Auseinandersetzung setzte sich der Tabellenführer in der Sickergrundhalle nicht unerwartet durch, musste aber nach einer komfortablen Führung bis Sekunden vor dem Abpfiff um den sechsten Saisonsieg zittern. "Der Erfolg ist verdient, wobei mir die Schlussphase nicht gefallen hat", so HSC-Coach Matthias Obinger, der dem Aufsteiger das Kompliment machte, nie aufgegeben und konditionsstark um ein besseres Ergebnis gekämpft zu haben.

Frühe Rote Karte für Hrbar

Das Unterfrankenderby begann ganz nach dem Geschmack der Gastgeber, die ihre ersten beiden Angriffe erfolgreich abschlossen und den zweifachen Torschützen Bostjan Hrbar feierten. Der hätte sich zum Schrecken der HSC-Deckung entwickeln können, doch war für den Torjäger nach sechs Minuten Schluss. Nach einem Kopftreffer gegen Rostislav Badura bei einem Siebenmeter zückten die Unparteiischen regelkonform den Roten Karton. "Das war wahrscheinlich die entscheidende Schwächung auf unserer Seite", so TSV-Coach Dusan Suchy. Nach einer Viertelstunde glichen die Einheimischen zum letzten Mal im Match aus (5:5).
Zu Beginn des zweiten Durchgangs geriet der HSC in eine kritische Situation. Innerhalb von einer Minute mussten Margots Valkovskis, Goran Djuricin und Michal Panfil Zeitstrafen absitzen, was die Hausherren bei einer 6:3-Überzahl aber nur zu einem erfolgreichen Siebenmeter zu nutzen wussten. Die Maindörfler steckten nicht auf. Als gegen den HSC eine Doppelstrafe verhängt wurde , parierte Bady Badura einen Strafwurf von Jan Kästner, der sich aber nicht entmutigen ließ. Mit einem Hattrick brachte er die Einheimischen drei Minuten vor dem Abpfiff auf 22:23 heran. Goran Djuricin zerstörte beim Stand von 23:24 vier Sekunden vor Schluss die letzten Hoffnungen der Hausherren. "Wir müssen konzentriert über sechzig Minuten spielen, irgendwann kann eine Schlafmützigkeit ins Auge gehen", so Mannschaftsbetreuer Hans Peter Endres.
Tore für den HSC: Goran Djuricin (6/2), Margots Valkovskis (5), Gary Hines (4), Emil Feuchtmann (3), Vilim Leskovec (3), Maximilian Schmitt (2), Jan Wicklein 1, Michal Panfil (1). sbp