Mit der bestandenen Prüfung ist Mathias Mai nun der dritte Musiker im Musik-, Gesang- und Heimattrachtenverein Haselbach, der diese durchaus schwierige und anspruchsvolle Anforderung bewältigte. In Theorie und Praxis hatte Mai seine musikalischen Fähigkeiten und Kenntnisse unter Beweis zu stellen. "Die Anforderung für das goldene Leistungsabzeichen sind um einiges größer als bei Silber oder Bronze", weiß er zu berichten. Mai hat sich alleine für den praktischen Teil ein halbes Jahr vorbereitet, unterstützt und ausgebildet wurde er dabei von Jürgen Weyer, um die Spieltechnik zu verbessern.

In der praktischen Prüfung hatte er Tonleitern mit bis zu sechs Vorzeichen zu spielen. Er musste ein ihm bislang unbekanntes Stück vom Blatt spielen. Ein weiteres Stück war zu transponieren, das heißt einen Ton höher zu spielen, als auf dem Notenblatt notiert. Aus drei Etüden und drei Vortragsstücken wurde jeweils eins per Losentscheid gewählt, das Mai vorzuspielen hatte. Außerdem spielte er noch ein Selbstwahlstück mit Klavierbegleitung, ausgewählt hatte er sich "The bride of the waves" von J. Clarke.

Intervalle und Rhythmen
In der Theorieprüfung ging es um Gehörbildung, er musste Intervalle und Rhythmen erkenne, eine Melodie musste nach Gehör notiert werden, verschiedene Drei-Klänge und Tonabfolgen mussten erkannt werden.
Außerdem gab es einen klassischen Theorieteil mit Musikgeschichte, Tonleitern schreiben und transponieren vom Bass- in den Violinenschlüssel.

Drei Vorbereitungsseminare, die Mai in der Nähe von Forchheim besuchte, gingen der Prüfung voraus. "Man musste sich aber auch zu Hause noch vorbereiten und sich die Dinge aneignen." Ein Zulassungsvorspiel im September war ebenfalls nötig, um sich für die Teilnahme an der Prüfung zum Goldenen Leistungsabzeichen überhaupt zu qualifizieren.