Erstmalig beteiligte sich die Grund- und Mittelschule aus Bischofsheim an der Lupinenaktion des Biosphärenreservates Rhön. Organisiert wurde die Teilnahme vom Umweltbeauftragten der Schule Jürgen Schmidt für die beiden sechsten Klassen, die Klasse 3b und 5b.

Doch bevor es in die Rhön auf die Wiese ging, kam Thorsten Kirchner von der Wildlandstiftung Bayern an die Kreuzbergschule und informierte die beteiligten Schüler über das Projekt.
Die Kinder erfuhren, dass die Lupine den Boden mit Stickstoff anreichert, so dass seltene, aber an magere Standorte gebundene Pflanzen nicht mehr wachsen können. Viele seltene Pflanzen, die in der Hochrhön wachsen, seien dadurch bedroht, erklärte Kirchner. Zudem überwuchere die Lupine die Nester der Bodenbrüter und verderbe das Rhönheu.
Sieben Jahre muss die Lupine abgemäht werden, so dass sie ihre Samen nicht weiter ausbreitet. Schon seit einigen Jahren kommen deshalb Schulklassen aus dem Landkreis in die Hochrhön und helfen bei der Beseitigung dieser Pflanzenart, denn nicht überall kann die Lupine maschinell abgemäht werden.
Bei schönstem Sommerwetter trafen die Klassen der Bischofsheimer Schule an der Thüringer Hütte ein und wurden vom Team des Biosphärenreservates Michael Dohrmann, Alexander Fromm und einem Praktikanten empfangen.
Nach einer Wanderung am Skilift entlang wurde den Kindern erklärt, was eigentlich ein Biosphärenreservat ist. Vor Ort wurden nochmals über die Lupine und die damit verbundene Problematik gesprochen. So ganz nebenbei lernten die Kinder auf spielerische Art und Weise verschiedene Blütenpflanzen der Rhön kennen.
Voller Tatendrang und mit Handschuhen ausgestattet, wurden die Lupinen per Hand entfernt. Nach getaner Arbeit lockte auch gleich die Belohnung: Die Schüler wanderten an den Basaltsee. Marion Eckert