Pater Augustin begann den Nachmittag mit allgemeinen Betrachtungen zum Glauben, der Weitergabe des Glauben in früherer Zeit und heute. Maria könne ein Vorbild im Glauben sein, sie führe hin zu Gott, bei ihr finde man Orientierung und Ausrichtung. "Maria hat das Wort Gottes angenommen und aufgenommen, in das Herz hat sie das Wort Gottes genommen." Sie habe Glauben gelebt, habe zu Gottes Willen bedingungslos Ja gesagt, ohne wirklich zu wissen, was auf sie zukommen wird. "Marias Ja zu Gott, hat die Geschichte der Welt verändert. Maria steht in der Mitte der Geschichte", zeigte Pater Augustin auf und erklärte: "Maria hat ihre Bedeutung bekommen, weil sie Jesus geboren hat."

Um ein Gespür für Maria zu bekommen, lud Augustin die Frauen ein, das was sie kennen zu zusammen zu tragen, wie Wallfahrtsorte, Lieder, Gebete, Gedenktage, Rosenkranz und Fatima-Andachten. "Wir wollen Maria in den Mittelpunkt unseres Nachmittags bringen." Dann ging er in der Bibel auf die Suche nach Maria. Wo überall wird von der Mutter Jesus in den vier Evangelien berichtet? Wichtige Stellen konnten die Frauen nennen: Verkündigung, Geburt, Tempel, Hochzeit zu Kana und unter dem Kreuz ist die Gottesmutter zu finden.

Betrachtet wurde auch Marias Bedeutung in der Kirche. "Sie ist die einzige Heilige der Kirche, die allumfassend ist." In Pater Augustins Heimat Indien ist Maria eine Inderin im Sari, in Asien ist sie asiatisch gekleidet und hat ein solches Aussehen. "Jedes Volk hat sein eigenes Marienbild, passend zur jeweiligen Kultur." Und so hat sie auch in der Kunst eine große Bedeutung, unzählige Mariendarstellung sind bekannt.

Pater Augustin präsentierte eine Aufnahmen bekannter und weniger bekannter Mariendarstellungen. "Maria hat eine wichtige Rolle in der Musik, der Kunst, Kultur und Geschichte. Es lohnt sich mit Maria zu beschäftigen. Wir sollten dankbar sein, dass wir so eine Mutter haben." Nun war jeder persönlich angesprochen sich die Frage zu stellen: Wer ist für dich Maria? Welche Rolle spielt sie in deinem Leben? Ganz unterschiedliche Bedeutungen wurden zusammen getragen: Fürsprecherin bei Gott, Anker in der Not, Begleiterin und Beschützerin. Einig waren sich die Frauen und Waldberg und Sandberg, dass Maria auch heute noch eine große Bedeutung hat, dass marianische Frömmigkeit nicht überholt oder altbacken ist. Sie sehen sich in der Tradition ihrer Vorfahren und zugleich haben sie für sich ganz aktuell die Verehrung aufgegriffen.

In das Geheimnis Mariens hineingehen, mit ihr in den Advent gehen, lud Pater Augustin bei den folgenden Betrachtungen ein. "Maria ist die auserwählte, die gebenedeite. Die Adventszeit ist dafür da, sich auf die Geburt Jesu vorzubereiten." Rorate-Messen seien hierzu gut geeignet. Sie stellen Maria in den Mittelpunkt, die den Sohn Gottes empfangen hat.

Diese Messen geben dem Advent einen besonderen Charakter. "Wir alle sind eingeladen uns gemeinsam mit Maria auf die Geburt Jesus vorzubereiten, dazu haben wir im Advent vier Wochen Zeit." Über Arbeit mit verschiedenen Symbolen brachte Pater Augustin den Frauen die Vielgestaltigkeit der Gottesmutter näher: Sie hat ein offenes Herz und ein offenes Ohr für alle Sorgen und Nöten der Menschen hat, spricht tröstende und Mut machende Worte, hilft den Menschen im Gleichgewicht zu bleiben und ist Vorbild in ihrer klaren Ausrichtung hin auf Gott. Damit hinterfrage sie aber auch jeden Einzelnen und ruft dazu auf, es ihr nach zu tun und selbst ein offenes Herz und Ohr, liebevolle und aufbauende Worte für die Mitmenschen zu haben. An ihr könne man sich ausrichten und für sich selbst überprüfen, wohin man selbst ausgerichtet ist, auf Gott und seine Botschaft oder ob man falschen Götzen nachlaufe.

Zum Abschluss lud Pater Augustin zur Betrachtung des Magnifikat ein: Meine Seele preist die Größe des Herrn. "Danken wir Gott für alle Ereignisse in unserem Leben? Setzen wir diese Bibelstelle in unserem Leben um?" Weiter heißt es im Magnifikat: Denn der Mächtige hat Großes an mir getan - "Was hat der großes und mächtiges in deinem Leben getan?

Die Geburt eine Kindes, eine gute Ehe, Gesundheit?" Pater Augustin ermunterte die Adventszeit zu nutzen und gemeinsam mit Maria das eigene Leben bewusst in den Blick zu nehmen, Gott zu loben und zu danken. "Es geht nicht darum zehnmal den Rosenkranz zu beten, sondern ehrlich zu danken und einen Beziehung zu Gott zu haben." Der Advent sei die geeignete Zeit zur Ruhe zu kommen und die Beziehung zu Gott unter diesem Aspekt zu erneuern.