Im Stadtgebiet können bei der Sanierung von alten Häusern Mittel aus der Städtebauförderung abgerufen werden. Bei der Sanierung von Häusern in den Ortsteilen ist das aber nicht der Fall. Um dem Leerstand in den dortigen Dorfkernen vorzubeugen, hat die Stadt nun ein Förderprogramm zur Wiederbelebung der Altortbereiche auf den Weg gebracht. Bis zu 40.000 Euro Fördermittel will die Stadt im Falle einer umfangreichen Baumaßnahme zur Verfügung stellen. Das Programm soll zunächst bis 2020 laufen.

Die Städtebauförderung seit Anfang der 70er Jahre hat sehr positive Entwicklungen in der Innenstadt mit sich gebracht", sagte Bürgermeister Bruno Altrichter in der Sitzung des Stadtrates. Allerdings blieben von diesen Fördermöglichkeiten bislang die Ortsteile ausgenommen. Dort droht, wie immer häufiger im ländlichen Raum, der Leerstand. Um dieser Entwicklung in den Ortsteilen vorzubeugen, will die Stadt die Sanierung von Wohn- wie Geschäftshäusern fördern.


So soll die Förderung aussehen

Bis zu 20 Prozent der Sanierungskosten will die Stadt übernehmen, maximal 40.000 Euro. Wer mit Kindern in das sanierte Haus im Ortskern ziehen will, der bekommt pro Kind weitere 1.000 Euro Förderung. Eine Doppelförderung, zum Beispiel mit Mitteln aus dem Topf des Landesamtes für Denkmalpflege, ist hierbei aber ausgenommen.

Die Förderung durch die Stadt tritt auch nur bei umfangreichen Sanierungen in Kraft. Kleinere Teilsanierungen sind von dem Zuschuss ausgenommen, die ermittelten Baukosten für die Maßnahme muss mindestens 50.000 Euro betragen. In Frage kommen soll das Programm für alle Häuser, die vor dem Jahr 1970 gebaut wurden.


Stimmen aus der Politik

"Wir wollen mit dem Förderprogramm klare Linien vorzeichnen, aber kein Bürokratiemonster schaffen", sagte Bruno Altrichter. Vertreter aller Fraktionen begrüßten das neue Förderprogramm zur Wiederbelebung der Altortbereiche. Gerald Pittner (Freie Wähler) nannte das Programm längst überfällig. "Es wird Zeit, endlich mal anzufangen, den Leerstand in den Ortsteilen zu beseitigen", so Pittner. Bastian Steinbach (CSU) bezeichnete das neue kommunale Förderprogramm als "einen wichtigen Mosaikstein zur Belebung der Altorte in den Ortsteilen".

"Das ist die richtige Richtung in die wir gehen müssen", sagte Janis Heller (SPD) und Karl Breitenbücher (Bündnis90/Die Grünen) betonte, dass ein solches Programm die beste Maßnahme gegen den grassierenden Flächenfraß im Freistaat Bayern darstellt.

Das Programm ist zunächst bis Ende 2020 befristet und soll nun massiv beworben werden, um Interessenten für die Sanierung eines alten Hauses in den Ortsteilen zu gewinnen. Infos dazu gibt es beim Stadtbauamt.