Bürgermeisterin Angelika Götz erinnerte in ihrer Begrüßung daran, dass das Saalemusicum nach zehn Jahren noch in den Kinderschuhen stecke, sich aber zu einer respektablen Kulturveranstaltung entwickelt habe. "Musik ist die Kurzschrift des Gefühls", zitierte sie Leo Graf Tolstoi. Musik sei mitreißend, aufweckend und ergreifend - sie hoffte, dass dies allen Besuchern des Saalemusicums zuteil werde. Ihr Dank galt dem Dorfverein Obereßfeld für die Ausrichtung der Eröffnungsfeier sowie den Sternberger Musikanten, die für die musikalische Umrahmung sorgten, und der Familie Haßmüller, auf deren Anwesen die erste Veranstaltung, eine Abendserenade, stattfand. Extra begrüßt wurde auch der Bürgermeister der letzten Station, Gemünden, Jürgen Lippert.
"Zuerst gab es 30 Veranstaltungen entlang der Saale, jetzt schon 50. Damit zeigt die Region ihre geballte Kraft, darauf können wir stolz sein", freute sich Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, der auch an der obligatorischen Floßtaufe teilnahm. Das Floß wird wie ein Staffelstab von einem Ort zum anderen weitergegeben. Die Veranstaltung durchquere drei Landkreis- und viele Gemarkungsgrenzen, Menschen finden zusammen von der Quelle bis zur Mündung, sagte Dotzel. Sein Dank galt allen, die vor zehn Jahren die Idee dazu hatten und allen, die sich daran beteiligen und das künstlerische Potenzial der Menschen entlang der fränkischen Saale beweisen, vor allem auch Projektleiter Kuno Holzheimer und Koordinator Helmut Lapp von der Musikakademie Hammelburg, die die Gesamtorganisation in die Hand genommen haben.
Die Glückwünsche des Landkreises zum 10. Geburtstag überbrachte stellvertretender Landrat Josef Demar und freute sich über die Teilnahme von 20 Orten aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld. "Es gibt wohl kaum einen anderen Landstrich in Deutschland, in dem so viel und gern gesungen und musiziert wird wie bei uns in der Region Fränkische Saale." Er lobte außerdem das hohe Niveau und die ansprechenden Veranstaltungen an schönen, idyllischen Orten und wünschte allen Mitwirkenden und Organisatoren weiterhin viel Erfolg, gute Ideen und einen gnädigen Wettergott.
Kurz durfte das Saalemusicum-Floß im Quellwasser baden, dann waren alle Gäste eingeladen, Speis‘ und Trank und gute Musik im Garten von Helene und Herbert Haßmüller im Rahmen einer Serenade zu genießen.