Rhön-Grabfeld Landrat Thomas Habermann verwies auf ein großes Transparent, das beim BRK Rhön-Grabfeld als Hintergrund bei Veranstaltungen zu sehen ist. Dort ist ein alter Mann abgebildet, der wohl schon viel erlebt hat, ein kleines Kind, das zuversichtlich in die Welt schaut, eine Hand, die ein Baby hält oder auch eine Einsatzsituation der BRK Helfer. Hier zeige sich die Menschlichkeit. Die habe sich das Rote Kreuz auf die Fahnen geschrieben.

Für den Blutspendedienst hieß aber Georg Götz, Geschäftsführer beim Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes die zu ehrenden Blutspender willkommen. Sein Gruß galt Landrat Thomas Habermann, Bürgermeister Thomas Helbling aber auch den BRK-Kreisgeschäftsführern Hubert Kießner, Thomas Stadler, BRK-KV Bad Kissingen, Dieter Greger, BRK-KV Haßberge, Harald Erhard, BRK-KV Kitzingen und Ulrich Gößmann, BRK-KV Schweinfurt.

Kurz ging Götz auf einige Daten ein: Täglich werden in Bayern rund 2400 Blutkonserven benötigt, wobei in den kommenden Jahren dieser Bedarf aufgrund des medizinischen Fortschritts und der immer älter werdenden Bevölkerung sogar noch ansteigt. "Allein durch Ihre regelmäßigen Blutspenden können Therapien und Behandlungen, bei denen Transfusionen notwendig sind, überhaupt erst durchgeführt werden."

Über 500.000 Blutspenden

Im Jahr 2011 wurden bei rund 5300 Blutspendeterminen und in den Instituten in Bayern insgesamt 529.111 Blutspenden geleistet. Mit durchschnittlich 22 mobilen Entnahmeteams sind die Blutspendedienste des BRK fast täglich in 64 bayerischen Landkreisen unterwegs, um Blutspenden zu sammeln. Erfreulich: Im vergangenen Jahr wurden 42.188 Erstspender begrüßt. Über 18.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des BRK haben im letzten Jahr an die 270.000 ehrenamtliche Stunden bei Blutspendeterminen geleistet.

Es sei ohne Zweifel ein gutes Gefühl, für seine Mitmenschen in Not etwas Gutes getan zu haben. "Wir wissen sehr gut, dass Sie weder für Geld noch für Lob und Auszeichnung spenden, wir möchten es uns aber nicht nehmen lassen, Ihnen für Ihr Engagement unseren Dank und unseren Respekt auszusprechen."

Das unterstrich auch Rainer Schua, leitender Medizinaldirektor an der Regierung von Unterfranken. Er überbrachte die Grüße von Regierungspräsident Paul Beinhof und dessen Stellvertreter, die aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnten. Er erwähnte die Weiterverarbeitung des gespendeten Blutes und meinte, dass in Wiesentheit das Herz des Blutspendedienstes schlägt.

Unterfranken bayernweit spitze

Erfreulich sei weiterhin, dass sechs unterfränkische Landkreise bayernweit beim Blutspenden an vorderster Stelle stehen. Im Namen des Regierungspräsidenten dankte Schua für den "beispiellosen Einsatz" der zahlreichen Blutspender in Unterfranken. Dank sagte auch Bürgermeister Thomas Helbling im Namen der Stadt Bad Königshofen. Er selbst ist Blutspender und weiß, dass das Blut spenden einen besonderen Stellenwert besitzt. Wichtig sei, dass die Blutspender dies alles freiwillig tun.

Direktor Reinhold Dietsch vom Bezirksverband Unterfranken sagte dann, dass es etwas Kostbares sei, sein Blut für andere zu geben. Das stehe bei der freiwilligen und unentgeltlichen Blutspende im Vordergrund. Sein Dank galt auch den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes. Ohne sie gäbe es die Blutspendetermine in dieser Form gar nicht. Die Blutspender hätten in vielfacher Weise bewiesen, dass Sie Verantwortung für andere übernehmen können und auch wollen. Sie schenken Ihren Mitmenschen einen wichtigen Teil von sich selbst. "Lassen Sie nicht nach, Blut zu spenden wann immer es Ihnen möglich ist, und rühren Sie die Werbetrommel bei unseren jüngeren Bürgerinnen und Bürgern, denn uns fehlt der Nachwuchs und die Erfahrung zeigt, dass zukünftig eher mehr denn weniger Blut benötigt wird."