4,1 Millionen Euro kostet die Erweiterung und der Umbau der Ignaz-Reder-Realschule Mellrichstadt. Die Maßnahme war mehr als dringend notwendig, sagte Landrat Thomas Habermann vor dem Kreisausschuss.

Die Stadt Mellrichstadt hat nun eine Anfrage an den Landkreis gestellt und um finanzielle Unterstützung gebeten. Der Landrat verwies dabei auf die Hilfe des Landkreises bei der Sanierung der Realschule in Bad Neustadt. Zwecks der Gleichbehandlung sollte man die Anfrage der Stadt positiv bescheiden. Konkret geht es um 869.083 Euro. Hier handelt es sich um eine 50-prozentige Beteiligung des Landkreises an den Restkosten, die mit insgesamt 1.738.166 Euro von der Stadt Mellrichstadt zu tragen sind.
Bürgermeister Eberhard Streit ging kurz auf die Baumaßnahme ein und sagte, dass vor vielen Jahren das alte Krankenhaus zum Schulhaus umgebaut wurde. Damals ging man davon aus, dass dies ausreicht und die Schülerzahl nicht steigt. Mittlerweile sind die Räumlichkeiten nicht mehr tragbar. Eine Sanierung des Gebäudes sei unrealistisch gewesen.
Zu den Schülern sagte er, dass 80 Prozent aus dem Landkreis und nur 20 Prozent aus Mellrichstadt kommen. Im Neubau werden sechs Klassen untergebracht, außerdem entsprechende Fachräume. Im "alten Krankenhaus" könnten nur noch einige Räume aus brandschutztechnischen Gründen genutzt werden. Erfreulich sei, dass die Regierung von Unterfranken aufgrund mehrerer intensiver Gespräche die Förderung von zunächst 43 Prozent auf fast 80 Prozent erhöhte. Im Herbst soll der Umzug erfolgen. Der Mellrichstädter Bürgermeister lud die Kreisausschussmitglieder ein, sich dann ein Bild von der neuen Schule zu machen. Etwas, das Landrat Thomas Habermann spontan aufgriff und meinte: "Das schauen wir uns an und halten auch eine Sitzung." Einstimmig der Beschluss des Kreisausschusses der Stadt Mellrichstadt einen Zuschuss von 869.083 Euro zu gewähren.
Dr. Jörg Geier stellte danach unter Punkt "Verschiedenes" noch das "Willkommensportal" für den Landkreis Rhön-Grabfeld vor. Schon 2013 hatte man dies beschlossen, allerdings waren damals die Leader-Mittel nicht mehr vorhanden, so dass dieses Förderprojekt zurück gestellt wurde. Nun soll es wieder aufgegriffen werden.
Dr Geier, Leiter der Abteilung Wirtschaftsförderung am Landratsamt Rhön-Grabfeld, sagte, dass es wichtig sei, gezielt Arbeitskräfte bundesweit für den Wirtschaftsstandort Rhön-Grabfeld an zu sprechen. Dazu muss ein "Portal" erstellt werden und es müsse ein neuer Antrag für eine Förderung als Leader Projekt gestellt werden. Dies sollte der Kreisausschuss entscheiden und damit das Projekt auf den Weg bringen. Dr. Geier erläuterte die Notwendigkeit, sprach von der schrumpfenden Bevölkerung, von der starken Abwanderung der Jugend aber auch die wachsende Wirtschaft. Diese benötige dringend Fachkräfte.
"Der Landkreis Rhön-Grabfeld hat viele Stärken, wir müssen sie nur nach außen bekannt machen und Zielgruppen ansprechen." Solch ein Willkommensportal wäre auch für die heimischen Firmen wichtig, um sich noch besser darstellen zu können. Dazu müsste ein Auftrag an eine externe Firma gegeben werden.
Die Kosten sind mit 95.000 Euro beziffert. 60 Prozent kommen als Zuschuss über die Leaderförderung. Eine bundesweite Werbung sei notwendig. Wie wichtig das Image einer Region ist, habe sich kürzlich gezeigt, als eine chinesisches Delegation des Fernsehens in Bad Neustadt bei der Firma Preh war.
Gegen die Stimme von Birgit Zirkelbach (Bündnis 90/Die Grünen) und Thorsten Raschert (SPD) wurde der Antrag angenommen und damit kann das Leaderprojekt beantragt werden. Hanns Friedrich