In der Zeit vom 7. bis 17. Juli wird es bunt und lebendig in der Pfarreiengemeinschaft Bad Neustadt. Gäste aus Ruanda, die maßgeblich im Projekt "Abana-Baseka - lachende Kinder" beteiligt sind, werden in Bad Neustadt zu Gast sein.

Ein umfangreiches Programm erwartet die Gäste, die in erster Linie kommen, um für die Unterstützung zu danken und die Menschen kennen zu lernen, die die vielfältigen Projekte in Ruanda durch ihre finanziellen Zuwendungen unterstützen. "Freundschaft lebt von Begegnungen. Wir waren schon mehrfach in Ruanda und möchten nun auch Gastfreundschaft gewähren", erklärte Pfarrer Dr. Andreas Krefft im Gespräch.
Die sieben jungen Menschen und zwei Patres, die zehn Tage in Bad Neustadt und Umgebung verbringen werden, kommen aus Kigali, der Hauptstadt Ruandas. "Es sind gut ausgebildete Menschen, die in Ruanda landesweit speziell im Friedensprozess tätig sind", erklärte Pfarrer Krefft. Denn auch mehr als 20 Jahre nach dem Völkermord gehe es in Ruanda um Frieden und Versöhnung zwischen den Völkerstämmen und Religionen. Unter ihnen wird auch Pater Dirk sein, der Ansprechpartner des Projektes "Abana-Baseka" in Kigali.
Das Programm in Deutschland sei so aufgestellt, dass eine Reihe an verschiedenen Einrichtungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten besucht werden. "Auf ihrer Reise geht es um gute Beispiele für christliches Handeln", sagte Krefft. So werden sie zum Thema Kleinkind- und Kinderbetreuung verschiedene Kindergärten in Bad Neustadt und der Rhön besuchen, Schulen und Bildungseinrichtungen gehören zum Programm ebenso wie der Besuch von Senioren- und Pflegeheimen. "Wir wollen zeigen, wie der Umgang mit den verschiedenen Generationen aussehen kann und wie die Einrichtungen aussehen."
Viele Menschen im Dekanat Bad Neustadt und darüber hinaus haben sich von der Armut und Not der Kinder und Jugendlichen dieses kleinen afrikanischen Staates berühren lassen und unterstützen sie regelmäßig durch eine Patenschaft. Alle Paten, Sponsoren, Freunde und Gönner des Projektes haben die Möglichkeit die afrikanischen Gäste kennen zu lernen, ins Gespräch zu kommen und sich persönlich davon zu überzeugen, wie notwendig ihre Hilfe und Unterstützung ist. Am Montag, 11. Juli, wird ab 18 Uhr ein Afrikafestival auf dem Pfarrplatz Mariä Himmelfahrt in Bad Neustadt gefeiert.
Natürlich werden sich die Gäste auch in die verschiedenen Gottesdienste der Pfarreiengemeinschaft einbringen.
Für die jungen Menschen sei diese Reise nach Europa ihre Lebensreise. Für Pfarrer Krefft ist es aber auch wichtig zu betonen, dass es bei dieser Begegnung nicht darum gehe die Afrikaner aus Ruanda nach Deutschland und Europa zu holen, um ihnen hier bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen. Vielmehr gehe es ihm darum, die Gäste als Botschafter willkommen zu heißen, die in ihrem Heimatland aktiv sind, um die Bedingungen für die Menschen vor Ort in eine bessere Zukunft zu lenken. Marion Eckert