Jetzt gibt es in den Baumschulen wurzelnackte Rosen frisch vom Feld zu kaufen. Sind die Wurzeln trocken geworden, soll man sie etwa zwei Stunden in einem Eimer mit Wasser vollsaugen lassen. Vor dem Einsetzen werden die Wurzelspitzen mit der Schnittstelle nach unten angeschnitten. Das Pflanzloch sollte genügend groß ausgehoben werden, damit viel lockere Erde vorhanden ist. Die Veredlung kommt auf jeden Fall drei bis fünf Zentimeter unter die Erde, damit sie geschützt ist.

Eigentlich gehören Rosen zu den empfindlichen Pflanzen, die besser im Frühjahr gepflanzt werden, um ein Auswintern im eigenen Garten zu vermeiden. Wenn aber die frisch gepflanzten Rosen durch Anhäufeln, Laubpackungen und Fichtenreisig genügend geschützt werden und dazu noch zeitig in den Boden kommen, können sie noch vor dem eigentlichen Winter Saugwurzeln bilden und im Frühjahr gut weiter wachsen. Der richtige Pflanzschnitt erfolgt aber dann erst Ende März.

Man sieht in vielen Gärten, dass schon Rosen eingekürzt werden. Diese zeigen aber immer noch Blüten. Zum besseren Abdecken der Rosen mit Reisig, oder ein Einwickeln bei Hochstämmchen mit einem Gemüsevlies, kann man immer noch einen kleinen Teil herunter schneiden. Empfindliche Pflanzen wie die Rosen, leiden aber zu 99 Prozent erst im ausgehenden Winter, wenn die Sonne schon sehr stark scheint und es nachts oder auch tagsüber sehr kalt ist. Dann kommt es zu einem Eintrocknen der Triebe.

Deswegen sagt der Gärtner auch nicht Erfrieren, sondern benutzt den Begriff Frosttrocknis. Daher ist der Winterschutz nur in dieser Zeit wirklich interessant. Das frühe winterfest machen in den Gärten ist eine Unsitte, die darauf beruht, dass einer den anderen Nachbarn an "Ordentlichkeit" übertrumpfen will. So werden im Garten oft so viele unsinnige Dinge gemacht, die gar nicht notwendig sind oder eher sogar schädigen. Einen Garten nach dem reinen Sauberkeitsprinzip zu bewirtschaften, ist immer lebensfeindlich und unwirtschaftlich. Menschen, die so handeln, können sich kaum an natürlichen Dingen erfreuen.