Gartenschauen zeigen meistens deutlich die grüne Entwicklung und Modeerscheinungen in der Gartengestaltung auf. Die diesjährige bayerische Landesgartenschau in Deggendorf überrascht positiv. Hier ist die Sehnsucht nach wahren Werten und heiler Umwelt tief zu spüren.

Von der Befürchtung, dass sich Modeerscheinungen in der Anlage widerspiegeln, war wenig zu sehen. Auf die unerfreulichen Gestaltungen mit "Steinwüsten" und die, mit in "Form" geschnittenen Gehölzen, wurde weitgehend verzichtet. Dieser Trend, der naturverbundenes und komplexes Denken vermissen lässt, scheint demnach abzuklingen. Es wird auf der LGS deutlich, dass der Nutzgarten, oder besser gesagt, eine Kombination mit dem Ziergarten, im Kommen ist. So wurden Blumenbeete sehr häufig zusammen mit Gemüse so wie Heil- und Gewürzkräutern gezeigt. Das war für die Besucher neu und wäre noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen.

Es zeigt aber einen neuen Trend zu mehr Nutzen auf, der positiv stimmt. Insgesamt wurden bei der Gartenschau in Deggendorf zudem viele neue Infrastrukturen geschaffen, die sich positiv für die Stadt und Umwelt auswirken. Diese sind, so wie es auch bei der Landesgartenschau in Bamberg war, von bleibendem Wert.