Edgar K. hat dieses Jahr erstmalig Probleme mit seiner Zucchinizucht. Er beschrieb das Laub seiner Büsche als einwandfrei und ohne Pilzbefall, die Früchte seien von perfekter Oberfläche und prall. Er habe seine Zucchinis selbst gezogen und ausschließlich mit Naturdünger versorgt. Nichtsdestotrotz würden die Früchte leicht muffig riechen und noch viel mehr muffig schmecken. Nun wollte er den Grund für den Geruch wissen und was er in Zukunft dagegen unternehmen kann.

Ich vermute den Hintergrund für den fauligen Geruch hinter einer Überdüngung mit Stickstoff. Die letzte Düngergabe sollte, falls kein Kompost im Frühjahr gegeben wurde, bis Ende Juli erfolgen. Auch ein abrupter Wechsel von Trocken zu Feucht kann entstanden sein, dieser lässt die Früchte leicht bitter und somit unangenehm schmecken.

Bei der Fruchtfolge sollte die Verwandtschaft zu Kürbissen, Gurken und Melonen berücksichtigt werden. Sie sollte mindestens zwei Jahre betragen. Bei der Zucchini sind die Früchte fortlaufend in einer Größe von 16 bis 20 cm zu ernten. So sind sie besonders zart und schmackhaft. Selbst dann, wenn einmal kein Verwendungszweck vorliegt, sollten die Früchte trotzdem entfernt werden, um den Rhythmus und weiteren Fruchtansatz nicht zu stören. Andernfalls kommt es zur Ausbildung von zwei oder drei sehr großen Zucchini, die oft pelzig, zäh, hart oder überreif werden und damit an Qualität verlieren. Die kleineren werden in der Folge abgestoßen oder wachsen erst gar nicht nach.

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