Am 22. 11. 2014 gab es den ersten Bodenfrost. Man kann sich nicht erinnern, wann es das schon einmal gegeben hat. Selbst im letzten Jahr erfroren kurz vor Allerheiligen die Dahlien. Jetzt haben der Grün- und Rosenkohl den Frost bekommen, den sie brauchen, um erst richtig gut zu schmecken. Auch bei Schlehen ist das der Fall. Mit einigen Vorkehrungen lässt sich die Grundlage für einen blühenden Garten im frühjahr legen.

Dhalien winterfest einlagern

Bereits abgefrorenes Dahlienlaub wird eine Hand breit über dem Boden abgeschnitten und die Knollen mit einer Grabgabel noch vor den ersten größeren Frösten vorsichtig aus dem Boden gehoben. In die hohlen Stängel sollte kein Regenwasser gelangen. Deshalb ist diese Arbeit nur bei schönem Wetter durchzuführen. Die Knollen müssen dann einige Tage an der Luft abtrocknen. Dies geschieht am besten kopfüber, das heißt, die Stängel werden auf den Boden gestellt. Angebracht wäre ein Etikettieren der Sorten nach Farben und Größen, bevor durch Frost und dem Rückschnitt die Pflanzen unkenntlich sind. Verletzte und faule Knollen soll man aber unbedingt aussortieren. Auf alle Fälle aber müssen solche Exemplare separat eingelagert werden, damit sie nicht die Gesunden anstecken. Die Lagerung der Wurzelknollen hat im Winter ähnlich wie bei Kartoffeln zu erfolgen.

Rosmarin nur an sehr kalten Frosttagen einlagern

Rosmarin kann durchaus einige Frostgrade vertragen und in milden Wintern sogar im Freien überleben. Am besten aber ist es, den Rosmarin an sehr kalten Frosttagen vorübergehend in einen kühlen und hellen Raum zu stellen. Sehr gut eignet sich dafür der kühle Hausflur. Als immergrüne Pflanze leidet der Rosmarin besonders im ausgehenden Winter. Sonnenstrahlen in Verbindung mit Frost trocknen die nadelförmigen Blätter aus. Richtig winterharte Sorten gibt es noch nicht, auch wenn Versprechungen in dieser Richtung gegeben werden.

Funkien schützen den Boden vor Frost

Funkien haben jetzt eine schöne Herbstfärbung. Die Blätter sollte man nicht abschneiden, sondern einziehen lassen. Sie schützen den Boden zusammen mit dem Laub der Bäume vor Frost. Bis zum neuen Austrieb so Anfang Mai ist Alles verrottet. Ein kleines Stäbchen sollte aber anzeigen, wo sich der Wurzelstock befindet. Das Teilen der Funkien kann kurz nach dem Austreiben so gegen Ende Mai erfolgen.

Bauernhortensien richtig schneiden

Manche Gartenbesitzer schneiden jetzt die Bauernhortensien einfach zurück. Das ist aber falsch, da damit die Blütenknospen, die jetzt schon angelegt sind, mit verschwinden. Im Frühjahr entfernt man nur die alten abgestorbenen Blütendolden etwas oberhalb der neuen Knospen. Einige schwache Triebe kann man aber einkürzen, damit sich von unten her kräftige Jungtriebe ausbilden können. Das führt dann zu einer laufenden leichten Verjüngung. Mit dieser Arbeit sollte man aber so etwa bis Ende März warten, da die Gefahr des Auswinterns sonst besonders groß ist. Die alten Blüten können auch ein wenig schützen. Gerade Bauernhortensien gehören zu den empfindlichen Pflanzen.
Andere Hortensienarten aber, wie die Rispenhortensien, vertragen einen Frühjahrsschnitt, da sie wie Rosen ihre Blüten an den diesjährigen Trieben bilden.

Kakteen brauchen Winterpause

Kakteen (ausgenommen Blattkakteen) verlangen von November bis Anfang März eine Winterpause. Die Pflanzen sollen in dieser Zeit nicht gegossen werden. Ein gelegentliches leichtes Besprühen reicht völlig aus. In der Ruhezeit wollen die Kakteen etwas kühler stehen. Falls dies nicht möglich ist, sollte ca. alle vier Wochen der Ballen vorsichtig durchfeuchtet werden. Das erste Gießen im März in Verbindung mit einem warmen Standort sorgt dafür, dass die Pflanzen zum Blühen kommen. Gedüngt wird mit einem speziellen Kakteendünger nur zwei oder drei Mal im Sommer. Normaler Dünger kann auch in verdünnter Form die Pflanzen vergiften.

Falter-Orchideen blühen drei- bis viermal im Jahr

Falter-Orchideen können oft bis zu viermal im Jahr blühen. Im Gegensatz zu vielen anderen Arten, legen sie keine ausgeprägte Ruhepause ein. Aber trotzdem fördert eine kurze Abkühlung nach der Blüte deren baldige Fortsetzung. 4 bis 6 Wochen im kühlen Schlafzimmer bei 16 bis 18 Grad genügen schon. Zuvor schneidet man die vertrockneten "Blütenstämmchen" bis zur zweiten oder dritten Knospe zurück. Dort bilden sich dann neue Triebe.