Voller Stolz führt Damaris Schmitt unsere Reporterin durch ihren Garten in Ludwigsstadt. "Jetzt ist der Frühling endlich auch bei uns angekommen", sagt die Industriekauffrau und lacht. Die Bäume blühen und auch die ein oder andere Tulpe reckt ihren Kopf der Sonne entgegen. Mit verschiedenen Stauden will Damaris Schmitt nun weitere Farbakzente in ihrem Garten setzen. "Ich bin noch ganz am Anfang meiner Stauden-Leidenschaft, aber ich liebe sie einfach", sagt die Gartenliebhaberin. Im Frühjahr seien die Stauden ganz unscheinbar und auf einmal wachsen sie in die Höhe und in die Breite. "Und die Blüten - einfach traumhaft", schwärmt Schmitt. In der oberen Hälfte ihres Gartens zeigt sie die Gämswurz. Strahlend gelb leuchtet sie aus dem Beet heraus. "Das ist eine Staude, die bald im Frühjahr blüht und wochenlang so schön bleibt."



Eine weitere Lieblingsstaude ist der sogenannte Storchschnabel, der an mehreren Stellen in ihrem Garten einen Platz gefunden hat. "Das Gute ist, dass man solche Stauden gut teilen kann", sagt Damaris Schmitt, während sie den Storchschnabel aus dem Boden holt und mit der Hand eine geeignete Stelle zum Teilen sucht. "Und hier kann man dann einfach das Messer ansetzen", sagt Schmitt und teilt den Storchschnabel in mehrere kleine Pflanzen. "Die kleinste Wurzel reicht schon, um den Storchschnabel wieder woanders anzusiedeln", erklärt die Industriekauffrau.

Für ein besseres Wachstum könne man Hornspäne mit in die Erde geben. "Je größer und prachtvoller die Stauden im Sommer werden, desto wichtiger wird es, sie ab und an zu düngen", erklärt Schmitt. Ganz wichtig: Wenn man eine Staude teilt, muss man die Wurzel vor der Sonne schützen, damit der Wurzelballen nicht austrocknet.
Wenn die Staude in voller Blüte steht, sollte man sie im Ganzen lassen.


Mehr Farbe für den Garten

In einen Kübel direkt neben ihrer Terrasse pflanzt Schmitt einen Polsterphlox in strahlendem Pink. "Einfach etwas Erde rein, die Wurzeln der Pflanze lockern, reinsetzen, mit Erde auffüllen und andrücken." In dem verbliebenen Zwischenraum pflanzt Schmitt gerne einjährige Pflanzen, wie beispielsweise die Rote Melde, Ringelblume oder Kapuzinerkresse. "Die Samen der Roten Melde oder der Ringelblumen können einfach verstreut und dann etwas eingearbeitet werden. Und das Gießen nicht vergessen."

Die Samen der Kapuzinerkresse lässt sie vor dem Aussäen für ein paar Stunden in Wasser quellen. "Die Keimzeit verkürzt sich dann und man sieht schneller Ergebnisse."


Pflanzenporträt: Das Gefleckte Lungenkraut - ein Allrounder

An mehreren Stellen im Garten von Damaris Schmitt ist eine ihrer Lieblingspflanzen zu entdecken: das Gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis). Das Gefleckte Lungenkraut ist ein wunderschöner Frühlingsblüher. "Das wintergrüne Raublattgewächs steht gerne im Halbschatten und ist besonders gut geeignet als Unterpflanzung von Laubgehölzen wie zum Beispiel von Obstbäumen", erklärt Damaris Schmitt.


Farbakzente im Garten

Die zahlreichen zierlichen Blüten weisen ein Farbspektrum von pink bis blau auf und setzen schon relativ bald im Frühjahr Farbakzente im Garten. Die Blätter seien ganz leicht an den weißen Punkten zu erkennen. Die robuste Pflanze biete Hummeln und Wildbienen im Frühjahr eine wertvolle Nahrungsquelle. Auch für die Küche sei das Gefleckte Lungenkraut gut geeignet: Blüten und Blätter sind essbar.

Der Geschmack erinnert laut Damaris Schmitt an eine Gurke.

Als Inhaltsstoffe gibt die Fachliteratur unter anderem Kieselsäure, Saponine und größere Mengen Mineralien an. "Naturheilkundlich wird von Hustenreiz- und entzündungshemmender Wirkung gesprochen", erklärt Damaris Schmitt. lk



Kräuterwaffeln mit Dip

Der Schnittlauch wächst und gedeiht im Beet von Damaris Schmitt. Für die Industriekauffrau Grund genug, Kräuterwaffeln zu backen. Die Zutaten: 200 g Mehl, 1 TL Backpulver, 2 Eier, ½ TL Salz und frisch gemahlener Pfeffer, 200 ml Milch, 50 ml Öl, 1 Bund Kräuter (Giersch, Brennnessel, Schnittlauch). Das Mehl mit Backpulver mischen.

Eier, Milch und Öl unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und den Teig 20 Minuten ruhen lassen. Waffeleisen erhitzen, fetten und Waffeln goldbraun backen. Wer möchte, kann in den Teig noch 50 Gramm geriebenen Hartkäse geben. Damaris Schmitt empfiehlt dazu einen Dip aus Crème fraîche, etwas Kräutersalz und etwas Schnittlauch oder Winterhecke. lk