Doris und Ulrich Binggeser lächeln aus dem Fenster - sie stehen dabei aber nicht in ihrem Haus in Stegaurach (Kreis Bamberg). Sondern davor. Dieses spezielle Fenster dient ihnen nicht zum Lüften, und es ist auch kein Teil des Gebäudes. Eigentlich hat es nur einen Zweck: hübsch auszusehen. Als die Mühle im Ortsteil Debring vor zehn Jahren renoviert wurde, hat Doris Binggeser das Fenster bekommen. Es war das erste. Heute stehen und hängen insgesamt fast ein Dutzend große, alte Fensterrahmen als Dekoration in dem etwa 600 Quadratmeter großen Garten der Stegauracher Familie. Das Video dazu gibt's hier:






Fensterdeko bedeutet hier: Das alte Fenster ist die Deko

Ulrich Binggeser befestigte den alten Holzrahmen auf einem Gestell vor dem Haus. Je nach Saison dekoriert seine Frau das Objekt seitdem auf unterschiedliche Weise: im Winter zum Beispiel als Adventsfenster mit Lichterkette, derzeit aber mit gelb, weiß und rot leuchtenden Blüten und dem Grün von Moos und Haselstrauch. "So ein altes Fenster hat schon eine Geschichte. Wenn man eines geschenkt bekommt, ist das etwas Besonderes", sagt die 61-Jährige. "Das hat etwas Nostalgisches."


Für die Befestigung der Rahmen ist der Heimwerker zuständig

Sobald es darum geht, wie die Rahmen befestigt werden, ist Ulrich Binggeser gefragt. "Ich bin der Handwerker im Haus und für die Grobarbeiten zuständig", sagt der 61-Jährige. "Aber wir entwickeln gemeinsam, wo und wie wir etwas machen, und ich übernehme dann den Aufbau." Um beispielsweise einen Rahmen an einer Wand zu befestigen, braucht es nur ein paar Winkel, Dübel und Werkzeug, das jeder Heimwerker zur Verfügung hat. Nur die Dekoration, die ist nicht sein Ding. "Das überlasse ich meiner Frau", sagt der 61-Jährige und lacht. Sie wiederum findet die Gestaltung der Fenster leicht: "Ich mag die Kombination aus älteren und neuen Sachen. Das gibt dem Garten eine ganz individuelle Note."


Blumen und Grünpflanzen, Tröge und Flohmarkt-funde

Meist arrangiert sie Blumen und Grünpflanzen, und kombiniert dazu Objekte: Auf der Terrasse hat sie auf einem Tischchen Moos in Omas blaue Salzglasur-Tröge gesteckt. "Das soll so ein bisschen drüber hängen, damit es natürlich aussieht." Dazu weiße Keramik-Hennen vom Flohmarkt, und blau blühendes Männertreu: So entsteht eine Kombination in weiß-blauem Shabby Chic - die in einem weißen Fensterrahmen steht.
Aber es dürfen auch andere Rahmen sein. Oft nutzt Doris Binggeser sie als "Tafeln" für Sinnsprüche. In einem Strauch baumelt ein Holzbilderrahmen - darin ist kein Bild, nur eine Glasscheibe, auf die Doris Binggeser ihr Gartenmotto mit weißer Schrift geschrieben hat: "Pflanze so, dass dein eigenes Herz wachsen kann". .