Besonders die Kartoffeln sind in den letzten Tagen förmlich im Wachstum explodiert. Als tropische Pflanze gefällt ihnen das feuchtwarme Wetter ausgezeichnet.


Kartoffelkäfer gefährden die Kartoffelfelder erheblich

Heuer scheint es aber eine Kartoffelkäferinvasion zu geben. Es wurden leider relativ viele der gestreiften Käfer in den letzten Tagen gesichtet. So findet man schon die ersten roten Eigelege versteckt unter den Blättern. Diese sind unbedingt zu zerdrücken. Nach einigen Tagen werden aus den Eiern die roten Larven der Kartoffelkäfer auf der Blattoberseite gut sichtbar zeigen. Diese gilt es dann laufend einzusammeln.

Ein Kartoffelkäferweibchen kann bis zu 1.200 Eier auf den Blattunterseiten an verschiedenen Stellen ablegen. Schon nach wenigen Tagen schlüpfen die gefräßigen Larven. Der Nachwuchs kann ungebremst innerhalb kurzer Zeit ganze Kartoffelfelder kahl fressen. Deshalb gilt es, gleich in den Anfängen entgegenzuwirken.


Kartoffelkäfer muss man ständig im Blick haben

Um den amerikanischen Einwanderer aus Colorado in den Griff zu bekommen, ist eine ständige Kontrolle notwendig. Im Hobbygartenbau ist es möglich, die gefräßigen Käfer durch Absammeln einzudämmen. Auch Tomaten und Auberginen können von ihnen befallen werden.

Außerdem ist das letzte Anhäufeln angesagt, da die Kartoffeln in wenigen Tagen ihr Blätterdach ganz zuziehen. Ein späteres Bearbeiten, wie Anhäufeln in erst 2 Wochen, ist zu vermeiden. Die Kartoffeln wollen dann nicht mehr gestört werden.


Schädlinge sollte man nicht mit Chemie bekämpfen

Grundlegend falsch ist es, Kartoffelkäfer mit chemischen Mitteln zu bekämpfen. Genauso ist es mit den Blattläusen: Manche Menschen können es nicht lassen, gegen den ersten Blattlausbefall zu spritzen. Dann wundern sie sich, wenn die Blattläuse später vermehrt auftreten. Die Blattlauskolonien sind jetzt aber voller Nützlinge.

Durch eine Spritzung wird das biologische Gleichgewicht stark gestört. Die Nützlinge brauchen acht Mal so lang, bis sie sich vermehren. Sie gehen gründlich vor, wenn sie nicht vorher getötet werden. Der Begriff "nützlingsschonend" ist irreführend, denn auch biologische Mittel stören genauso das biologische Gleichgewicht. In einem biologischen Garten herrscht dieses ohnehin. Man muss aber immer beachten, dass die Läuse im Frühjahr einen leichten Vorsprung haben, der bald aufgeholt wird.