Bei der Gartenarbeit werden alle Sinne im besonderen Maße angesprochen. Sie sorgt für ein inneres Gleichgewicht und ist auch für den Körper äußerst gesund.


Eisheilige kommen noch

Wir haben noch das richtige Aprilwetter bekommen. Regen- und Schneeschauern so wie Sonnenschein wechseln sich laufend ab. Dabei herrschen sehr kühle Temperaturen. Die Frostnächte haben den Blüten von Kirschen und Birnen schon zu schaffen gemacht. In manchen Gebieten sind sie sogar erfroren. Viele Hobbygärtner glauben, dass die kalten Nächte schon die vorgezogenen Eisheiligen waren. Diese sind aber erst in zwei Wochen angesagt.

Sie können noch genau so kommen wie "normal". Sicher ist man vor den Eisheiligen nie. Ein Gärtner muss sich deshalb in Geduld üben. Durch die allgemeine Klimaerwärmung treibt die Vegetation viel zu früh. Heuer ist das besonders extrem der Fall. Noch vor einigen Jahrzehnten schlugen die Bäume erst Anfang Mai regelmäßig aus.


Andere Gegebenheiten

Eine überaus reiche und lange Blütezeit der Frühblüher wird uns noch durch das kühle Wetter beschert. Das Blühen von Tulpen, Goldlack und Co. kann noch eine Weile anhalten. So bringt das Wetter jedes Jahr andere Gegebenheiten. Den Frühlingsblumen hat der Frost wenig ausgemacht. Sie sind auf kühle Temperaturen eingestellt.

Aber Sommerblumen wie Geranien und Petunien gehen bei den Temperaturen jetzt im Freien ein. Trotzdem werden diese tropischen Blumen schon überall im Handel angeboten. Das gilt auch für Tomaten und Paprika. Supermärkte sind da Vorreiter im frühen Verkauf. Nicht immer sind Gärtnereien darüber begeistert, da der zu frühe Verkauf mit ihrer Berufsehre nicht im Einklang steht. Leider sind viele Käufer beratungsresistent und gehen dann dorthin, wo sie jetzt die Pflanzen schon bekommen. So bleibt dann oft manchen Fachbetrieben nichts anderes übrig, als widerwillig den Großmärkten zu folgen.


Nach den Eisheiligen

Die Wärme liebenden Blumen wie Edelwicken, Trichterwinden, Glockenreben und Kapuzinerkresse so wie Kürbisse und Gurken kommen erst nach den Eisheiligen ins Freie. Es kann aber jetzt eine Aussaat in Töpfen oder Schalen als Vorkultur in der Wohnung oder im Gewächshaus bei diesen Pflanzen vorgenommen werden, um eine Vorsprung zu haben.

Mangold, den man ab Ende April schon aussäen kann, sollte in keinem Gemüsegarten fehlen. Die Ernte ist den ganzen Sommer und Herbst über bis zum Frost möglich. Sobald der Boden mehr erwärmt ist, können Dicke Bohnen, Radieschen, Frühmöhren, Kopfsalat, Schnitt- und Pflücksalat, Spinat und Salatrauke angebaut werden.


Vorsicht bei frostempfindlichen Pflanzen

Wer jetzt seine Nerven schonen will, pflanzt die frostempfindlichen Sommerblumen erst nach der Monatsmitte. Erst dann kann man einigermaßen vor Frostnächten sicher sein. Der robuste Winterflor steht zudem nach dem kühlen Wetter der letzten Zeit noch in voller Blüte. Es wäre schade, ihn jetzt wegzuräumen und - zum Beispiel durch fleißige Lieschen - zu ersetzen.

Einige Sommerblumen vertragen schon etwas Frost, aber die meisten nicht. Bei Löwenmäulchen, Astern und Levkojen kann man etwas großzügiger sein. Zinnien, Fleißige Lieschen, Fackelblumen und Tagetes vertragen überhaupt keinen Frost. Alles aber, was an Ort und Stelle gesät werden kann, sollte Anfang Mai noch erledigt werden, sonst wird die Zeit für die Entwicklung zu knapp.