Acht Beine. Wenn ein Tier acht Beine hat, dann ist es garantiert - na? Genau: eine Spinne! Schau gut hin, dann kannst du nachzählen. Und siehst du auch, dass die Spinne einen Hinterleib und einen Vorderkörper hat? Darauf sitzt ihr Kopf. Die Spinne hat aber nicht nur acht Beine, sondern auch acht Augen. Damit guckt sie in alle Richtungen. Ein bisschen gruselig ist das schon. Aber auch faszinierend!


Forschungsreise in deinem Garten

Überall in der Natur kannst du solche faszinierenden Kleinigkeiten entdecken - auch in deinem Garten, im Park oder auf dem Schulhof. Du musst einfach nur gut hinschauen! Und das geht besonders gut mit einer Becherlupe. Das ist ein durchsichtiger Behälter, mit dem du ganz vorsichtig ein Tierchen fangen kannst, das du untersuchen möchtest.
Der Deckel besteht aus einer festen Lupe und einer zweiten, die sich wegklappen lässt. Wenn du ihn auf den Becher machst, siehst du alles viel größer. Luise will das mit einer Ameise ausprobieren. Luise - jeder sagt Ise zu ihr - kommt aus Bad Rodach im Landkreis Coburg und ist noch nicht ganz fünf Jahre alt. Trotzdem weiß sie schon, dass sie die Tierchen nicht mit den Fingern schnappen darf. Sie will sie ja nicht zerquetschen. Also hält sie einer Ameise einen Grashalm als Leiter hin. Die Ameise hat aber keine Lust, in die Lupe zu klettern und verschwindet in der Wiese. Blöd! Bei so einer Forschungsreise im Garten kann es immer passieren, dass sich dein Forschungsobjekt aus dem Staub macht. So was hat auch schon manch großer Wissenschaftler erlebt, also was soll's! Ise zupft ein paar Gänseblümchen und untersucht die in ihrer Becherlupe. Weiße Blätter, in der Mitte gelb: Auf den ersten Blick haben sie Ähnlichkeit mit Erdbeerblüten - aber nimm einmal eine Erdbeerblüte unter die Lupe, dann erkennst du die Frucht gleich.


Mit Blüten malen

Lars flitzt mit einigen anderen Kindern im Garten von Ises Familie herum. Er ist fast drei Jahre alt und interessiert sich im Moment vor allem für's Bobbycar. Mit Becherlupen können Schulkinder ab dem Grundschulalter schon richtig viel anfangen, aber auch für kleine Forscher sind die Experimente interessant. Später schaut Lars sich die großen, samtigen Blätter der Mohnblume und die Beutel mit dem Blütenstaub durch die Vergrößerungs-Lupe lange an.
Mohn ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch mit Pflanzen interessante Experimente machen kann: Nimm mal eine Mohnblume und reibe sie über ein Blatt Papier - das ist fast wie mit einem Stift. So lässt sich mit bunten Blüten ein zartes Bild malen.


Das Labor in deiner Hand

Wenn du nachdenkst, fallen dir bestimmt noch mehr Sachen ein, die du ausprobieren magst. Ise untersucht in ihrer Lupe jetzt eine schäumende Flüssigkeit. Vor ein paar Tagen hat sie Kochen gespielt und diese Suppe aus Regenwasser, Holz- und Pflanzenstückchen zusammengerührt. Jetzt sieht sie, wie sich die Zutaten verändert haben. Im Internet oder in Büchern zu Becherlupen findest du weitere Tipps für richtig coole Experimente. Wie in einem kleinen Labor erforschst du so die Natur. Füttere mal eine Schnecke mit einem Salatblatt: Dann hörst du, wie sie mit ihrer Zunge kleine Stückchen davon abraspelt.
Das Verhalten der Tiere lässt sich am besten studieren, wenn sie das Gefühl haben, dass alles normal ist. Wenn du zum Beispiel einen Regenwurm gefangen hast, dann fülle die Becherlupe halb mit Erde und beobachte, wie er sich eingräbt. Am einfachsten findest du einen Regenwurm - ja, klar: bei Regen. Dann kriecht er gern aus seinen Erdlöchern. Vielleicht magst du auch vorsichtig im Kompost nach einem Wurm suchen? Oder schau im Garten mal unter Steine und Blumentöpfe. Dort findest du bestimmt Asseln oder andere Krabbler.


Die Zeitungsspinne besteht aus Punkten

Aber denke immer daran: Tiere sind keine Spielsachen! Wenn du sie drückst, tut ihnen das weh, also sei bitte vorsichtig und sperre sie nicht zu lange ein. Im Deckel der Becherlupe sind zwar Luftlöcher, damit sie atmen können, aber trotzdem solltest du deine Forschungsobjekte nach ein paar Minuten wieder in den Garten entlassen.
Du kannst den Deckel ja auch ohne Becher benutzen und damit die Welt unter die Lupe nehmen. Schau dir zum Beispiel mal die Spinne auf dieser Seite durch das Lupenglas an. Bunte Bilder werden aus kleinen Punkten in nur vier Farben gedruckt. Die Spinne besteht nur aus Punkten in blau, rot, gelb und schwarz.