Als Substrat eignet sich ein Erd-Sand-Gemisch, da es in eine flache Schale gefüllt wird. Von den schönsten und gesündesten Mutterpflanzen werden mit einer Schere bis zu 15 Zentimeter lange Triebenden abgeschnitten. Nach Möglichkeit sollten diese nicht blühen. Jetzt wird der Trieb mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge auf etwa sechs bis acht Zentimeter eingekürzt. Nur drei bis vier Blätter verbleiben oben.

Geranienstecklinge sollten, bevor sie in das Substrat gesteckt werden, einige Minuten antrocknen bei anderen Pflanzen ist dies nicht notwendig. Die Kiste wird anschließend mit einer Folie oder einem Kunststoffdeckel abgedeckt. Es eignet sich auch ein heller Plastikbeutel, der oben nicht ganz luftdicht zugebunden ist. Dadurch bleibt die Luft gespannt und die Stecklinge trocknen nicht so leicht aus. Es gibt auch spezielle Kästen für die Anzucht zu kaufen.

In den nächsten Wochen wünscht sich der Nachwuchs einen hellen und warmen, aber nicht sonnigen Platz. Unter die Kiste gelegte Korkplatten halten Kälte von Steinböden oder -fensterbänken ab. Schon nach sechs bis acht Wochen können die bewurzelten Stecklinge in einen kleinen Topf mit Pflanzerde kommen. An einem hellen, nicht sonnigen und möglichst kühlen Ort überdauern die Stecklinge den Winter am besten. Im Frühjahr werden dann ist die Triebspitzen gekappt, damit die Pflanzen zu üppigen und breiten Büschen heranwachsen können. Auch viele Kräuter wie Basilikum, Lavendel, Salbei, Thymian, Ysop und Oregano lassen sich auf diese Weise jetzt vermehren.