"Mairegen auf die Saaten- und es regnet Dukaten" lautet ein alter Bauernspruch. Regen wäre jetzt dringend in vielen Gegenden notwendig. Die schönsten Gärten sind die, welche Natürlichkeit ausstrahlen. Übertriebene Ordnung ist gegen die Natur und mit sehr viel, oft völlig unnötiger Arbeit verbunden.

Die Landschaft zeigt uns, wie sich unter Bäumen und Sträuchern stabile Pflanzengesellschaften entwickeln. Diese bedürfen kaum der Pflege und überraschen stets aufs Neue.

Nackter Boden ist in der Natur unbekannt. Auf diesen können sich dann sogenannte Unkräuter entwickeln, da dieser Zustand somit behoben ist. So wird laufend weiter gekratzt und gejätet.

Menschen mit übertriebenem Ordnungssinn arbeiten nicht mit der Natur, sondern gegen sie. Auch ein englischer Zierrasen ist völlig unnatürlich und kann nur mit einem Riesenaufwand in einem solchen Zustand gehalten werden. Eine ganze Industrie lebt davon, die Natur verarmen zu lassen.

Reicht es nicht schon, wenn in der Flur auf den Getreidefeldern durch Herbizide jedes Kräutlein abgetötet wird und Wiesen zur Silagegewinnung schon jetzt gemäht sind, ehe sich Kräuter entwickelt haben? Gärten könnten ein Gegengewicht zu dieser Verarmung sein. Sind sie doch in der Fläche größer als alle Naturschutzgebiete in Deutschland zusammen.

Um zu einem Biogarten zu kommen sind wichtige Schritte einzuhalten. So sollte man auf Pflanzenschutzmittel verzichten und nicht mineralisch düngen. Wichtig sind das Mulchen des Bodens mit Rasenschnitt und der Einsatz von Gründüngung. Monokulturen sind immer zu vermeiden. Mischkulturen sorgen für einen Ausgleich in der Bodennutzung und verringern die Ausbreitung von Schädlingen. Es gilt auch die Nützlinge wie Schweb- und Florfliegen durch Anlockung von Blumen zu pflegen. Robuste Arten und Sorten minimieren ebenfalls Enttäuschungen. Alle Hilfsmittel sind nur sehr sparsam ein zu setzen.