Wie auch in diesem Jahr, war der Winter 2014 sehr mild. Es folgte dafür ein recht kühler Frühling. Scheinbar verschieben sich die Temperaturen immer mehr nach hinten. Die prophezeite Invasion von Schädlingen blieb aber weitgehend aus. Süßkirschen blieben ohne Maden und auch Nacktschnecken zeigten sich weniger.

Es gab außerdem eine unglaubliche Obstschwemme. Die Früchte waren durch die große Hitze und Trockenheit im Sommer zwar teilweise kleiner, aber größtenteils ohne Schorfflecken. Der Sommer bringt jedes Jahr für bestimmte Kulturen Vor- oder Nachteile. Gewächse aus warmen Ländern wie Tomaten, Kartoffeln, Gurken, Kürbisse und Bohnen gediehen prächtig. Manchen Kohlgewächsen sowie auch den Pastinaken behagte der heiße Sommer dagegen weniger.

Die allgemeine Erderwärmung führte schon 2014 und auch in diesem Sommer zu Temperaturen um die 40 Grad Celsius. So verbrannten die gleißenden Sonnenstrahlen in den Gipfelbereichen regelrecht die Blätter der Laubbäume. Auch bei Beerensträuchern war das vielfach der Fall. Nicht nur deren Blätter verbrannten hier an der Südseite der Pflanze, sondern auch viele Beeren. Die Forstwirtschaft sieht sich durch die Klimaerwärmung in den letzten Jahren gezwungen auf andere Baumarten umzusteigen, die mehr Hitze und Trockenheit vertragen, wie zum Beispiel Robinien, Maronen und Walnüsse.