Yucca - Das sind fünf Jungs, die Nürnberg ihre Heimat nennen. Sie sind bei dem Kulmbacher Label Adp Records unter Vertrag. Chris, Matze, Peter, Dani und Jens leben und lieben ihre Musik und Nürnberg. Im inFranken.de-Interview erzählen sie, was ihre Musik besonders macht, wie der Name Yucca überhaupt entstanden ist und wieso sie Franken lieben.

inFranken.de: Seit wann gibt es Yucca?
Chris: Yucca gibt es seit 2001. In dieser Besetzung seit 2006, das heißt 2006 haben wir uns ein bisschen umgestaltet, sprich ein Sänger raus, dafür haben Matze und ich probiert das Ganze zu übernehmen und machen das seither auch. 2006 ist auch Jens als Schlagzeuger dazu gekommen, er kommt ursprünglich aus Aurich. Er kam 2006 hier her und hat eine Band gesucht, wir haben uns damals von unserem Schlagzeuger getrennt und so hat das einfach gepasst, dass Jens bei uns angefangen hat. Nach so ein, zwei Bandproben haben wir dann auch unseren Dialekt auf ihn angepasst oder er hat sich reingefunden, so dass er uns versteht, und seither läuft es recht gut.
Matze: Und wir kennen uns von der Schule her. Dani und ich, wir hatten den ersten Kontakt, wir kennen uns seit wir elf sind und haben zusammen schon vor Yucca Musikexperimente gestartet. Dann bin ich zur Band von Chris hinzugestoßen und war da Bassist. Dort haben wir uns dann umformiert, Peter und Dani kamen dazu. Dani hat den Bass übernommen und ich konnte wieder die Gitarre, die ich ursprünglich auch bedient hab, zurück gehen.

Woher kommt der Name "Yucca"?
Chris: Da gibt es eigentlich gar keine Geschichte. Wir hatten schon einen Auftritt ausgemacht und hatten noch keinen Namen. Da ist der Name Yucca aus einer Notlage heraus entstanden. Wie es genau passiert ist, wissen wir gar nicht mehr. Es ist ja einige Zeit her und es liegen einige Abende dazwischen. Wir haben das also erfolgreich verdrängt.

Wer schreibt bei euch die Songs?
Matze: Das ist bei uns nicht klar definiert. Es gibt keinen, der die Songs schreibt und irgendwie der Macher der Band ist. Wir versuchen das alle gemeinsam zu machen. Jeder bringt seine Ideen ein und wir setzen es dann um. Wir haben jetzt zum neuen Album auch extrem viel über den Haufen geworfen. Wir haben viel ausprobiert in den drei Jahren: vom letzten Album bis jetzt. Es gibt eigentlich keinen, der sich extrem hervor tut.
Chris: Ein Mammut-Anteil hat aber auch der Peter, weil wir viel mit Elektronik machen. Das heißt, wir brauchen ihn bei jeder Bandprobe und bei jeder Idee, die wir umsetzen wollen. Er hat die letzten zweieinhalb Jahre extrem viel dazu gelernt und ist immer besser in die Sache hinein gekommen. Er ist fast schon wie ein Produzent. Da hat er für dieses Album extrem viel gemacht. Ansonsten probieren wir unsere Ideen, eben, wie Matze schon gesagt hat, aus und spielen es dann auch gerne live, um zu sehen, wie es ankommt.




Wie würdet ihr eure Musik beschreiben oder mit was kann man sie vergleichen?
Dani: Die Musik beschreiben ist schwierig. Man sollte auf jeden Fall rein hören, weil einfach alles dabei ist. Da sind Gitarren dabei, es ist ein Bass dabei, Elektronik ist dabei, ein Schlagzeug, zwei Gesänge. Es ist schon so eine Art Indie-Pop, würde ich sagen.
Chris: Es ist auf jeden Fall elektronisch mit Gitarren. Man kann schon sagen Elektro-Pop. Aber es ist ganz schwer, es werden viele Facetten bedient. Deshalb auch der Albumtitel "Seasons", weil es einfach sehr vielschichtig ist und jeder Song anders ist. Man kann es einfach nicht in eine Schublade stecken.

Habt ihr einen Lieblingssong auf dem neuen Album?
Peter: Das neue Album hatte eine längere Entstehungszeit, wo wir uns auch mal Zeit genommen haben. Mein Lieblingssong ist der Titeltrack "Seasons". Ich mag ihn gerne, weil er so untypisch Pop ist, schön entspannt anfängt und am Ende die Bühne zu Kleinholz zerlegt wird.
Jens: Für mich ist der Lieblingssong "Roadrunner". Es ist die perfekte Single und der Song macht Spaß zu spielen.
Dani: Ich hab keinen Lieblingssong, weil die ganzen Songs in einer so langen Zeitspanne entstanden sind. Da steht jeder Song für eine Zeitspanne - die Songs sind einfach alle cool.
Chris: Ich sehe das ähnlich wie Daniel, jeder Song hat seine Berechtigung und sein Gutes. Wenn ich mich aber festlegen müsste, finde ich "Graving "ganz cool, weil er ziemlich einfach strukturiert ist. Er läuft und macht extrem viel Spaß live zu spielen. Und auch von der Stimmung her finde ich den fast am Schönsten. Ich könnte jetzt aber alle aufzählen.
Matze: Ich finde eigentlich auch alle super, aber speziell "Graving" und "Seasons" sind meine Favoriten.

Wo würdet ihr gerne mal auftreten?
Chris: Da es uns schon länger gibt, haben wir schon viel bespielt. Wir hatten damals unseren Traum, dass wir einmal in Hamburg spielen wollen - den Traum haben wir uns vor fünf, sechs Jahren schon erfüllt und seitdem ist alles Bonus. Aber ganz klar... Wir haben schon viele Festivals gehabt, die sehr schön waren. Zum Beispiel das Prima leben und Stereo. Das sind Momente, da sagen wir, wenn wir das mal wiederholen könnten, wäre es schön. So große Festivals wie das Southside oder hier in Nürnberg Rock im Park wäre auch was. Aber es ist nicht so, dass wir alles daran setzen, da mal hin zu kommen. Wir machen Musik hauptsächlich, weil es uns Spaß macht und wir Bock haben auf live spielen. Da macht jeder Auftritt Spaß. Wo es dann ist, ist erstmal egal.

Was mögt ihr an Franken besonders gern?
Matze: Ich glaube Franken ist genauso vielseitig wie unser Album. Wir haben alles da: Es ist kulinarisch ein Wahnsinn, ganz zu schweigen von den Biervielfältigkeiten und Schnapsvielfältigkeiten und der Aktivitätsvielfältigkeiten und vor allem der Musikkultur, die besonders in Nürnberg extrem gefördert ist. Ich glaube, es gibt in Deutschland nirgends eine Stadt, die so viele Förderungen bietet und Bands Plattformen zur Verfügung stellt. Ja. Ich mag Franken. Ich persönlich habe auch öfters schon überlegt, ob ich beruflich wo anders hingehe, aber ich komme immer wieder darauf zurück, dass ich lieber täglich lange pendel, damit ich diesen Standort Nürnberg nicht aufgeben muss. Also auch das komplette Umfeld: Ich bin auch viel in der fränkischen Schweiz unterwegs - also außer der Band - und liebe es da.
Chris: Franken, Hersbruck, Nürnberg: Das ist schon die Heimat und man sagt ja, daheim ist es am Schönsten. Ich kann auch nur sagen... Das Essen, das wir hier haben... Wir kriegen das oft ja auch mit von den Leuten aus Hamburg oder Bochum, die extra wegen unserm Schäufela hier her kommen. Unser Bier, die Essenskultur, die Gegend... Nürnberg ist ja doch recht klein, aber das mag ich einfach. Man weiß, wo man hingehen kann und wo man den Abend ausklingen lassen kann. Man muss nicht jedes mal etwas Neues ausprobieren und in eine Großraumdisco gehen, sondern man weiß einfach, wo die guten Plätze sind. Das kennt man in seiner Heimat und das ist einfach das Schöne daran.
Dani: Da gibt's nichts hinzuzu ügen. Aber ich habe noch einen Lieblingsplatz: der Hohle Felsen am Förrenbacher Stausee. Dort ist die Aussicht der Hammer, man kann hervorragend klettern, mountenbiken, wandern.
Jens: Ich kann mich da anschließen, aber ich kann hinzufügen, da ich Küstenkind bin. Ich finde das Klima hier einfach geil. Das Wetter ist super. Im Gegensatz zum Norden... einfach Wahnsinn.
Peter: Ich muss mich anschließen: Die kulinarischen Besonderheiten, von Schäufela bis hin zu den Obstbränden danach. Von Nürnberg bis Bamberg hoch gibt es so viele schöne Ecken - und Kanten auch. Franken ist ja tatsächlich vielfältiger als man denkt. Ich war eine zeitlang weg, in Oberbayern - und die paar Male, als ich dann wieder hier war: Es fallen einem Sachen auf, die hat man vorher nicht gesehen. Weil es einfach selbstverständlich ist.


Zum großen CD Release verlost inFranken.de zwei Alben und zwei Gästelistenplätze für die Party. Mitmachen geht ganz einfach. Bis zum 23. Juni eine E-Mail an leserreporter@infranken.de mit dem Stichwort "Yucca" schicken. Wenn ihr gewonnen habt, erhaltet ihr am 24.Juni eine E-Mail von uns.

Die Yucca Seasons Release Summerparty findet am 27. Juni im Hirsch in Nürnberg statt. Neben Yucca treten auch die Bands Me and Reas und Ladia auf. Bei der anschließenden Aftershow-Party legen die DJs Jens R. & Katha (Wicked Game, Bada Bing!) sowie Oalex Lahl und David Pohdi (G!GG!, Disko 2000) auf.
Los geht's um 19 Uhr.

Karten gibt's außerdem im Vorverkauf bei Eventim zum Selbstausdrucken oder hier.

Die erste Single aus dem Album Seasons heißt "Roadrunner" und kann hier runtergeladen werden.

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