Adoption von Welpen aus illegalem Hundetransport? Viele Leser von inFranken.de werden sich noch erinnern, unter welch grausamen Bedingungen die 37 Welpen von Hundeschmugglern aus Ungarn transportiert wurden. Die vermeintliche Endstation dieser teuflischen Fahrt sollte Belgien sein.

Illegaler Hundetransport: Welpe in Hamsterkäfig eingepfercht

Während einer routinemäßigen Kontrolle der Autobahnpolizei Ende 2018 waren die Hunde zusammengepfercht in einem Kleinwagen in der Oberpfalz entdeckt worden. Die Polizei befreite die jungen Tiere aus fünf Hundeboxen, einem Karton sowie einem Hamsterkäfig.

Von den 37 Welpen wurden 14 Tiere an die Tierheime Nürnberg und Feucht verteilt. Vier Huskies und zwei Französische Bulldoggen werden im Tierheim Nürnberg versorgt. Die anderen acht Welpen, also zwei Huskies, zwei Möpse, drei Französische Bulldoggen sowie ein Havaneser befinden sich in der Obhut des Tierheims Feucht.

Fünf Wochen später: Ein Welpe bereitet Sorgen

Seitdem sind fünf Wochen vergangen. Heute befinden sich fast alle 14 Tiere in einem guten Zustand. "Die Zwerge sind putzmunter und kerngesund", sagt die Sprecherin vom Tierheim Feucht. Bis auf den kleinen Mops "Wendy". "Das Hundeweibchen leidet gelegentlich unter Koordinationsstörungen", so die Sprecherin. Bisher lässt sich noch nicht sagen, wie sich der Genesungsverlauf des Welpen gestalten wird. "Der Mops hat jedoch keinerlei Probleme, mit den anderen Welpen zu spielen." Das Tierheim Nürnberg habe für die Welpen sogar eine zusätzliche Betreuungskraft zur Verfügung gestellt, die sich um die sechs jungen Hunde kümmert, sagt Sprecherin Miriam Bader vom Tierheim Nürnberg.

Welpen aus Sicherheitsgründen noch in Quarantäne

Trotzdem befinden sich derzeit alle Hundewelpen der beiden Tierheime noch in Quarantäne. Die Tiere wurden in abgesonderten Räumen untergebracht. Dadurch sollen die Hunde vor der Tollwut geschützt werden. In den kommenden zwei Wochen werden sie geimpft. Im Anschluss muss eine weitere 21-tägige Wartezeit eingehalten werden. Zum Zeitpunkt ihrer Einlieferung waren die jungen Hunde zwischen fünf und acht Wochen alt. Im Alter von zwölf Wochen darf ihnen die Impfung verabreicht werden.

Erst wenn die Welpen ein Alter von vier Monaten erreicht haben, dürfen sie von der Öffentlichkeit besichtigt und vermittelt werden. Somit müssen sich die entsprechenden Interessenten noch bis Ende März gedulden.

Autor: Fabio Cavallini