Lampenfieber in Nürnberg: Am Premierenabend des allerersten Franken-Tatorts hat Nürnberg den Stars den roten Teppich ausgerollt. "Ich bin freudig aufgeregt", sagt Eli Wasserscheid kurz vor der Welt-Premiere in Nürnberg. "Am Anfang war ich gestresst, weil die Aufmerksamkeit so gigantisch war. Mittlerweile habe ich gelernt, damit umzugehen", sagt die Schauspielerin aus Bamberg auf dem roten Teppich am Sonntagabend in Nürnberg.

Eli Wasserscheid sorgt zusammen mit Andreas Leopold Schadt und Matthias Egersdörfer für den fränkischen Zungenschlag im allerersten Tatort aus Franken. Das fränkische Trio geht zusammen mit den "zugereisten" Hauptkommissaren, Fabian Hinrichs und Dagmar Manzel, im allerersten Tatort der fränkischen Fernsehgeschichte zur Prime-Time auf Verbrecherjagd. "Das ist schon etwas anderes als beim Kabarett, wenn die ganze Zeit 35 Leute um dich rumstehen", erinnert sich Matthias Egersdörfer an die Dreharbeiten zurück. Betont locker hat Hauptdarsteller Fabian Hinrichs den Gang über den roten Teppich absolviert. Mit offenem Hemd und breitem Lächeln posierte der neue Star am fränkischen Fernsehhimmel für die zahlreichen Fernsehkameras und Fotografen.

Die Stadt hatte zur Premiere den ganz großen Teppich ausgepackt. Vor dem Cinécitta feierte man den historischen Fernsehabend mit einer exklusiven Kinovorführung. Leider konnte Dagmar Manzel an dem Spektakel krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Besonderen Zuspruch bei den Fans bekam Andreas Leopold Schadt. Der Hofer Schauspieler arbeitete sich autogrammeschreibend Zentimeter für Zentimeter über den roten Teppich.

Prominenz gab sich die Ehre

Zur Premiere gab sich das Who-is-Who der fränkischen Promi-Szene die Ehre. Freilich ließ sich auch Finanzminister Markus Söder (CSU) den roten Teppich nicht entgehen. Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) konnte sich einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: "Ich sehne mich nicht nach Fernsehrollen. Da gibt es durchaus Unterschiede mit anderen handelnden Politikern", sagte Maly im Hinblick auf Söders umstrittenen Gastauftritt in einer BR-Vorabendserie. Auch der Sender selbst bekam vom Stadtoberhaupt sein Fett weg.

Medienpolitisch könne der Franken-Tatort nur ein erster Schritt sein. "Da müssen schon noch ein paar andere Schritte folgen", sagte Maly im Hinblick auf die mangelnde fränkische Präsenz im bayerischen Fernsehen. Eine "fränkische Fernsehquote" wolle Maly aber nicht. Freilich erhoffe er sich, dass Nürnberg ein gutes Bild im Fernsehen abgibt. Genauso wisse er auch: "Nürnberg spielt nicht die Hauptrolle beim Tatort." Aber immerhin könne Nürnberg bundesweit zeigen, was es neben abseits der gängigen Klischees sonst noch so alles drauf habe.

Eine Geschichte aus Franken

Nach dem Blitzlicht folgt der Film. Pünktlich um 18.30 Uhr läuft die Premiere im größten Kino der Stadt. "Ich hoffe, dass die Franken mit offenen Augen zuschauen. Und nicht das Haar in der Suppe suchen", wünscht sich Eli Wasserscheid. "Ich mag einfach diese Geschichte aus Franken", sagt sie und verschwindet mit einem Lächeln zur Premiere des ersten Tatorts aus Franken.

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