Am Dienstagabend ist der Leichnam des 46-Jährigen obduziert worden, der am Samstagabend von einer S-Bahn-Tür in Feucht eingeklemmt wurde und daraufhin unter den fahrenden Zug geriet. Die genaue Unfallursache war bislang ungeklärt.

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, Antje Gabriels-Gorsolke bestätigte, dass der Mann starb, weil er von der S-Bahn überrollt wurde.

Bei der Obduktion wurde weiter festgestellt, dass der Mann eine Quetschung an seiner rechten Hand hat. Den Verletzungen nach zu urteilen, wurde die Hand zum Zeitpunkt des Unfalls senkrecht gehalten - so als würde man beispielsweise eine Fahrstuhltür offen halten .

Dies deute darauf hin, dass die Hand des 46-Jährigen in der Tür eingeklemmt wurde und er dann mitgeschleift und unter den fahrenden Zug geriet.

Ein technischer Mangel sei insofern ausgeschlossen, als die Türen der betreffenden S-Bahn auch dann schließen, wenn ein Gegenstand darin eingeklemmt ist, der weniger als drei Zentimeter breit ist. Das war bei der senkrecht gehaltenen Hand des Mannes der Fall.

Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob es Ermittlungen gegen den Lokführer wegen fahrlässiger Tötung geben wird. Momentan sei das noch völlig offen, sagt Gabriels-Gorsolke. Es hänge davon ab, was genau das Regelwerk der Deutschen Bahn vorschreibe. Also ob der Lokführer nochmal auf den Bahnsteig zurückschauen muss, wenn die Türen vermeintlich schon geschlossen sind.

Auf Nachfrage bei der Deutschen Bahn teilte ein Sprecher mit, dass sie von dem tragischen Unfall sehr betroffen seien, sich jedoch aufgrund der laufenden Ermittlungen zu dem Vorfall nicht äußern könnten. "Wir unterstützen die Ermittlungen der Behörden, damit der Vorfall so schnell wie möglich aufgeklärt wird", so der Bahnsprecher.