"Wir hoffen, dass die Leute mit dem Fahrrad oder auf Schusters Rappen zu uns zum Airport kommen", sagt Dietz. Es stünden auch ausreichend Parkplätze am Flughafen zur Verfügung. Trotzdem rechnen die Veranstalter mit weit weniger als den möglichen 20 000 Besuchern beim entscheidenden Gruppenspiel der deutschen Elf gegen die USA. Denn die meisten Fans seien zuletzt mit der automatischen U-Bahn-Linie 2 von der Innenstadt zum Public Viewing beim Flughafen gefahren.

Eine Pressesprecherin der VAG in Nürnberg bestätigte am Mittwoch: "Die U-Bahn steht am Donnerstag still. Wir werden komplett bestreikt", sagt Stefanie Dürrbeck. Auch das Personal in der Leitstelle der automatischen U-Bahn würde die Arbeit aussetzen. Somit könnten auch die fahrerlosen U-Bahnen am Donnerstag in Nürnberg nicht verkehren. Deshalb könne man das Public Viewing am Nürnberger Flughafen am Donnerstag leider nicht bedienen. Auch die üblichen Sonderbusse können nicht eingesetzt werden.

"Die wenigen vorhandenen Kräfte werden dringend für den Betrieb der 20 Streiklinien benötigt. Für uns hat in diesem Falle unser Streiknetz Vorrang." Die VAG bedauert, dass nicht nur die Fußball-Fans bereits zum zweiten Mal in dieser Woche von den Streikmaßnahmen massiv getroffen werden.
Im Tarifkonflikt für den kommunalen Nahverkehr in Bayern gab es trotz weiterer Warnstreiks gestern in München keine Bewegung. Die Verhandlungen für die 6500 Beschäftigten waren Anfang Juni nach drei ergebnislosen Runden zunächst abgebrochen worden. mit dpa