Wiesinger reagiert mit der Maßnahme auf den Fehlstart der Franken in der Bundesliga. Mannschaftsrat-Mitglied Balitsch steht damit zumindest im Punktspiel gegen Tabellenführer Borussia Dortmund am Samstag nicht im Aufgebot. "Das ist eine sportliche Entscheidung. Ich habe die letzten Eindrücke auf mich wirken lassen und dann diese Entscheidung getroffen", sagte Wiesinger auf einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Balitsch, mit 334 Bundesligaspielen erfahrenster "Cluberer", soll am Sonntag wieder ins Mannschaftstraining der Franken einsteigen. Für das Match gegen den Spitzenreiter plant Wiesinger aber ohne ihn. "Ich möchte jetzt die Spieler im Kader haben, von denen ich der Meinung bin, dass sie uns sportlich gegen den BVB weiterhelfen", kommentierte der Trainer die Entscheidung. Balitsch gehört offenbar nicht dazu - dabei hatte der 32-jährige Abräumer in den ersten Saisonspielen stets in der Nürnberger Startformation gestanden.

Verzichten muss der Coach beim ersten ausverkauften Heimspiel der Saison auch auf Mittelfeldprofi Markus Feulner, den eine hartnäckige Erkältung plagt. Auch Ersatztorwart Patrick Rakovsky (Prellung an der Hand) ist angeschlagen und steht wohl nicht zur Verfügung.

Nach nur drei Punkten aus fünf Spielen spürt der selbst in die Kritik geratene Wiesinger "absolute Rückendeckung" von Vereinsseite. "Ich empfange klare Signale. Das ist wichtig für meine tägliche Arbeit." Erfolgsdruck gehöre in der Bundesliga dazu und müsse auch Motivation sein. "Das treibt mich an", sagte Wiesinger.