Der 1. FC Nürnberg setzt große Hoffnungen in seine beiden jüngsten Neuzugänge auf den offensiven Außenbahnen. Einer von ihnen, Virgil Misidjan, hat in seiner Heimat aber juristischen Ärger.

Sorgen um seinen niederländischen Neuzugang Virgil Misidjan macht sich Andreas Bornemann nicht. Der Sportvorstand des 1. FC Nürnberg wusste vor der Verpflichtung von dem juristischen Streit, in dem der Außenbahnspieler steckt. Gegen "Vura", so der Spitzname des 25-Jährigen, läuft in seiner Heimat ein Berufungsverfahren wegen Körperverletzung. Darauf wies der Fußball-Bundesligist sogar selber hin. "Wir bitten um Verständnis, dass sich sowohl Verein als auch Spieler dazu nicht äußern werden", ließen die Franken wissen.

Bornemann äußerte sich dann aber doch. "Wir gehen davon aus, dass das Urteil in der nächsten Instanz anders ausgehen wird und er uns ganz normal zur Verfügung stehen wird", sagte der "Club"-Manager während der Länderspielpause vor Journalisten.

Anklage: Fußballer soll 68-Jährigen brutal verprügelt haben

Misidjan wurde im Mai von einem Gericht in Breda wegen schwerer Körperverletzung zu sechs Monaten Haft verurteilt. Bei einem Streit hat er laut Anklage einen 68-Jährigen getreten und dabei verletzt. Bei der Attacke habe das Opfer eine doppelte Fraktur des linken Knöchels sowie eine schwere Verletzung am Ellenbogen erlitten haben. Misidjan legte gegen das Urteil Berufung ein. Wann darüber verhandelt wird, ist noch unklar.

Sowohl Pereira als auch Misidjan haben mittlerweile das Training beim FCN aufgenommen und durften im Testspiel am Donnerstag gegen den Bezirksligisten TSG Roth auch ihre "Club"-Premiere feiern. Pereira traf beim entspannten 17:1 doppelt, der für ihn zur Halbzeit eingewechselte Misidjan blieb noch ohne Tor.