Bislang lief das Trainingslager des 1. FC Nürnberg in Natz (Südtirol) nahezu perfekt. Doch nun muss der Bundesliga-Rückkehrer einen schweren personellen Rückschlag verkraften. Abwehrchef Ewerton hat sich am Montagnachmittag im Training schwer verletzt.


Verletzung am Sprunggelenk: Ewerton fällt mindestens 6 Wochen aus

Nach einer MRT-Untersuchung am Dienstagmorgen in Brixen steht jetzt die genaue Diagnose fest: Der Brasilianer hat sich eine Teilriss der vorderen Syndesmose im rechten Sprunggelenk zugezogen. Laut Vereinsmitteilung fällt der 29-Jährige mindestens sechs Wochen aus - und fehlt damit definitv zum Ligastart am 25. August bei Hertha BSC Berlin.

"Er ist nach einem Zweikampf mit Gegnerkontakt unglücklich im Rasen hängen geblieben und musste das Training sofort abbrechen. Leider hat die Untersuchung im Krankenhaus unseren ersten Verdacht bestätigt", sagte Nürnbergs Coach Michael Köllner. Ewerton wird bis zur Abreise am Sonntag im Trainingslager in Südtirol bleiben, hieß es von Vereinsseite. Die Verletzung wird konservativ behandelt. Der 29-Jährige soll in den nächsten Wochen wieder Schritt für Schritt an seine Rückkehr auf den Platz herangeführt werden. Köllner: "Für Ewerton ist es natürlich ein harter Schlag, aber er kann sich auf seine Mannschaft und seinen Trainer verlassen, dass wir ihm in dieser Phase zur Seite stehen."


Abwehrchef verletzt: Verpflichtet der Club noch einen Ersatz?

Wird der Club angesichts der schweren Verletztung Ewertons nun nochmals auf dem Transfermarkt aktiv? Sportvorstand Andreas Bornemann macht dazu klar: "Wir gehen aktuell davon aus, dass unser Kader über die Qualität verfügt, diesen Ausfall aufzufangen."
Ewerton war im Sommer 2017 von Sporting Lissabon an den Valznerweiher gewechselt. In seinen 28 Zweitligaspielen für den 1. FCN war er neben seinem Innenverteidigerkollegen Georg Margreitter maßgeblich an der Bundesligarückkehr des Traditionsvereins beteiligt. Lukas Mühl zählt zu den ersten Alternativen für Ewerton.