1. FCN verliert gegen haushoch überlegene Bayer Leverkusen: In seiner Geburtsstadt hat Trainer Boris Schommers mit dem 1. FC Nürnberg einen großen Schritt zum Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga verpasst. Beim Europacup-Anwärter Bayer Leverkusen verloren die Franken mit 0:2 (0:0) und nutzten die Gunst der Stunde nach dem 0:6 des VfB Stuttgart in Augsburg damit nicht.

Der Club hält eine Stunde stand

Eine Stunde hielt der Club mit einer ultradefensiven Spielweise das 0:0 gegen haushoch überlegene, aber umständliche Leverkusener. Dann trafen der eingewechselte Lucas Alario (61. Minute) und Kevin Volland (86.). Der Rückstand auf den Tabellen-16. Stuttgart beträgt vier Spieltage vor Schluss weiter drei Punkte.

Zum Teil wie ein Handballspiel

Die Partie verlief noch einseitiger als vermutet. Nürnberg baute mit bis zu neun Feldspielern ein Abwehr-Bollwerk kurz vor dem eigenen Strafraum auf. Die vom spielfreudigen Nationalspieler Kai Havertz angetriebenen Leverkusener spielten teilweise wie ein Handball-Team um den Kreis und suchten die Lücke.

Nach der Pause erhöhte Bayer den Druck weiter. Die sechste Ecke der zweiten Halbzeit brachte die Erlösung, als Tim Leibold den Kopfball von Alario erst hinter der Linie wegschlagen konnte. Den Nürnbergern fiel es schwer, von ihrer strikten Verteidigungs-Strategie abzurücken. Leverkusen fand nun mehr Räume vor. Doch Mathenia rettete wieder gegen Havertz (70.), Jonathan Tah köpfte aus drei Metern freistehend vorbei (73.). Nach Löwens Ausgleichs-Chance mit einem Schlenzer aus 18 Metern (84.) machte Volland alles klar.