Der 1. FC Nürnberg hat in der 2. Fußball-Bundesliga einen Befreiungsschlag bejubelt. Die Franken gewannen am Freitagabend zu Hause gegen den bisherigen Tabellenvierten RB Leipzig mit 1:0 (0:0). Vor 28 571 Zuschauern sorgte der Österreicher Alessandro Schöpf (74. Minute) für den entscheidenden Treffer. Für die schwach in die Saison gestarteten Franken war es nach dem 3:2 gegen Kaiserslautern und dem 1:1 beim VfL Bochum das dritte Erfolgserlebnis nacheinander.

"Wir haben noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht", sagte Trainer Valérien Ismaël. "Wir hätten auch zwei oder drei Tore machen können. Aber im Großen und Ganzen ist das ein verdienter Sieg."

Der "Club" startete besser und hatte durch Jakub Sylvestr (18.) seine beste Chance in der ersten Hälfte. Der letztjährige Torschützenkönig verzog aber. Eine Nürnberger Nachlässigkeit konnte der Aufsteiger aus Sachsen kurz vor der Pause durch Yussuf Poulsen (41.) nicht nutzen. Der Däne scheiterte mit seinem zu schwachen Schuss an FCN-Keeper Patrick Rakovsky.

Nach der Pause war keines der beiden Teams trotz offensiver Ausrichtung wirklich zwingend - bis Schöpf zuschlug. Nach entschlossenem Einsatz von Niclas Füllkrug war der ehemalige Bayern-Amateur mit einem sehenswerten Distanzschuss zur Stelle. "Wir als Mannschaft haben das heute richtig gut gemacht. Wir haben gut gestanden und haben wenige Chancen zugelassen", sagte der Tiroler. "Man kommt da unten nur raus mit Siegen. Heute ist uns das gelungen. Jetzt hoffen wir, dass wir in den nächsten Spiele noch mehr Punkte mitnehmen können."

In der Schlussphase nahm das Spiel noch einmal richtig Fahrt auf. Nürnberg ließ seine Konter ungenutzt, die Leipziger Mühen blieben unbelohnt. Kurios: Schiedsrichter Jochen Drees musste sich in der 71. Minute behandeln lassen, konnte aber weiter machen.


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