Nach drei Siegen in Serie (in Bielefeld, gegen Union Berlin und beim Karlsruher SC) hat Trainer Alois Schwartz im Vorfeld dem Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) vor überzogener Aufbruchstimmung beim 1. FC Nürnberg gewarnt. "Ein bisschen Euphorie ist immer gut, es darf aber nicht zuviel werden, sonst schwappt es oft in Arroganz über", mahnte der 49-Jährige vor dem Duell mit Aufstiegsaspirant Hannover 96.


Schwartz: Es hat sich etwas entwickelt

Schwartz sieht sein Team nach dem deprimierenden Start mit nur zwei Punkten aus sechs Partien in der 2. Fußball-Bundesliga nun aber deutlich stabilisiert. "Wir haben eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft. In den letzten drei Spielen hat sich etwas entwickelt."


Gegen den stärksten Kader der 2. Fußball-Bundesliga

Schwartz bescheinigte Hannover 96 den stärksten Kader der 2. Bundesliga. Das Team von Coach Daniel Stendel sei "eine der spielstärksten Mannschaften" und vor allem bei Standards gefährlich. Mit 17 Punkten nach neun Begegnungen liegt der Absteiger aus Niedersachsen auf Kurs Rückkehr in die deutsche Eliteklasse. Generell überwiegt beim Club aber die Vorfreude aufs Spitzenspiel: "Da kommt ein gutes Spiel auf uns zu, auf das wir uns freuen und an dem wir uns messen können", sagte Schwartz.

Personell freut sich Schwartz über weitere Alternativen. Angreifer Edgar Salli kehrt nach seiner Gelb-Rot-Sperre zurück und auch Mittelfeldmann Tim Leibold ist nach Adduktorenproblemen wieder eine Option für den Club-Trainer. Noch offen ist dagegen der Einsatz von Youngster Cedric Teuchert.

Hannover 96 muss aktuell auf Stammkeeper Philipp Tschauner verzichten. Auch der vor der Saison aus Nürnberg gekommene Niclas Füllkrug muss wegen einer Verletzung am Syndesmosesband passen.


Baders Rückkehr

Für Ex-Sportvorstand Martin Bader wird es am Sonntag sicherlich keine normale Partie, auch wenn sich der 48-Jährige vor dem Aufeinandertreffen in Schweigen hüllt. Für viele Anhänger des FCN ist Bader noch immer eine "Persona non grata". Viele machen den ehemaligen Vorstand für die finanzielle Schieflage des Clubs verantwortlich. Zuletzt hatten die Mitglieder Bader eine symbolische Ohrfeige erteilt, als sie ihm bei der Mitgliederversammlung in der Meistersingerhalle die Entlastung verweigerten. mit dpa