Ungeheuerlich klingen die Vorwürfe gegen einen Maschinenführer aus Roth. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wirft dem 54-Jährigen vor, versucht zu haben, eine Frau in ihrer eigenen Wohnung brutal zu vergewaltigen. Einem aufmerksamem Nachbar sei es demnach zu verdanken, dass der Täter schließlich von seinem Opfer abließ.

Doch der Reihe nach. Im Sommer 2015 besucht der Angeklagte das spätere Opfer in ihrer Wohnung. Nach einem Streit nimmt der Mann der Frau das Handy weg. Laut Staatsanwaltschaft habe der Angeklagte nun von der Frau verlangt, dass sie sich ausziehen solle. Als die Geschädigte dies abgelehnt habe, soll der Angeklagte die Frau auf das Bett geschubst und angekündigt haben, dass er sie jetzt vergewaltigen und danach umbringen wolle. Weil sich die Frau dagegen heftig wehrte, soll der Angeklagte versucht haben, die Frau brutal zum Beischlaf zu zwingen.

Mehrmals soll der 54-Jährige die Frau lebensgefährlich an Hals und Kehlkopf gewürgt haben. Dadurch soll die Frau kaum noch Luft bekommen haben. Außerdem habe ein Herzstillstand gedroht. Daraufhin sei die Frau kraftlos vom Bett auf den Boden gerutscht. Danach soll der Mann die Frau gezielt mit dem Fuß in den Unterleib getreten und wörtlich gesagt haben: "Du wirst hier erst in einem Zinksarg herausgehen."

Zum Glück hörte ein aufmerksamer Nachbar die Hilferufe und Schreie der Frau. Der Nachbar hämmerte offensichtlich so heftig an die Wohnungstür, bis der Mann schließlich seine Gewaltorgie beendete und die Wohnungstür öffnete. Die Geschädigte habe mit zahlreichen Verletzungen fliehen können. Der Angeklagte wurde noch am gleichen Tag von der Polizei festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Das Urteil soll am nächsten Mittwoch gesprochen werden.