Nach den Warnstreiks in vielen bayerischen Städten wurden am Freitag, 15. Juni, die Tarifverhandlungen wiederaufgenommen. Nach langen Gesprächen gab es zwar ein verbessertes Angebot der Arbeitergeber, das brachte jedoch keine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen, so Norbert Flach von ver.di Bayern. "Damit ist klar: Die Warnstreiks im Nahverkehr werden ausgeweitet", erklärte der Verhandlungsführer.

"Die Arbeitgeber haben offenkundig den Ernst der Lage nicht verstanden", kritisierte Flach. Das Angebot der Arbeitgeber sei nicht ausreichend geeignet, die Attraktivität der Arbeitsplätze im ÖPNV zu steigern.


Kein Angebot gab es insbesondere zu den Forderungen der Beschäftigten nach Entlastung - vor allem bei der Nachtarbeit, der Erhöhung der Zulagen für geteilte Dienste, die Erhöhung des Urlaubsanspruches sowie mehr Freizeit für Verzicht auf Entgelt(erhöhungen).

Die Arbeitgeber haben die Arbeitnehmerseite ultimativ aufgefordert, sich bis zum 19. Juni 24 Uhr zu diesem Angebot zu erklären. Weitere Verhandlungen mit den Arbeitgebern waren nicht erfolgreich. Die Gespräche wurden deshalb nach dem erfolglosen Versuch, eine Sondierung im kleinen Kreise zu ermöglichen, ergebnislos abgebrochen.

"Eine Tarifeinigung ohne hinreichende Entlastung der Beschäftigten kann es aber mit ver.di nicht geben", betonte Norbert Flach.

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