Eine 18-Jährige ist in Nürnberg mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus gekommen. Ihr war nach Feuerwehrangaben beim Duschen am Dienstagabend schwindelig geworden - Lebensgefahr habe glücklicherweise nicht bestanden. Mitbewohner riefen die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte stellten in der Wohnung einen deutlich zu hohen Wert des gefährlichen Gases fest. Auch in zwei weiteren Wohnungen wurden erhöhte Konzentrationen gemessen.

Woher das Kohlenmonoxid kam, war zunächst unklar. Als mögliche Ursache nannte die Feuerwehr eine undichte Gastherme oder einen defekten Kamin, der die Abgase habe nicht richtig ins Freie ziehen lassen und sie stattdessen wieder in die Wohnungen zurückgedrückt. Fachleute sollen den Grund in den nächsten Tagen ermitteln.

Der örtliche Versorger hat das Haus mit acht Wohnungen vorerst vom Gasnetz genommen. Die Bewohner müssen der Feuerwehr zufolge vorerst auf Heizung und Warmwasser verzichten. Bei Temperaturen um zehn Grad sei das aber "machbar", sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Dass die Menschen in der betroffenen Wohnung die Feuerwehr alarmierten, verhinderte womöglich Schlimmeres. "Es hätte durchaus zu mehreren Unglücksfällen kommen können", sagte der Sprecher.
Immer wieder gibt es tragische Fälle von Kohlenmonoxid-Vergiftungen.

Erst am Wochenende war im nordrhein-westfälischen Mülheim an der Ruhrein 14-Jähriger daran gestorben. Als Unglücksursache in diesem Fall vermutet die Polizei eine defekte Gastherme. Kohlenmonoxid ist farb- und geruchlos, es kann innerhalb kurzer Zeit tödlich sein.