Zu einem Großeinsatz musste die Feuerwehr in Nürnberg am Samstagnachmittag ausrücken. Mehrere Menschen mussten aus einem verrauchten Wohnhaus gerettet werden - unter ihnen auch zwei Kleinkinder.

Der Großeinsatz ereignete sich laut der Feuerwehr gegen 14:00 Uhr am Bienweg in Nürnberg. Ein Löschzug rückte zu einem Brand in einem mehrgeschossigen Wohnblock aus. Bereits auf der Anfahrt war vom Ring aus eine hohe Rauchwolke über dem Viertel zu sehen.


Feuer in Nürnberg:Bewohner in Haus eingeschlossen


Im 2. Obergeschoss eines Wohnhauses war eine Wohnung in Brand geraten; deren Bewohner konnten sich glücklicherweise rechtzeitig ins Freie retten. Aufgrund der starken Verqualmung im Fassaden- und Treppenraumbereich waren etliche Personen im Gebäude eingeschlossen und machten sich an Fenstern und Balkonen bemerkbar.

Die Einsatzleitung gab sofort eine erhöhte Alarmstufe, so dass Kräfte weiterer Feuerwachen nachrückten. Simultan wurde über Drehleiter und den Balkon sowie über den Treppenraum die Brandbekämpfung unverzüglich eingeleitet und parallel die Menschenrettung durchgeführt.


Feuerwehr rettet insgesamt neun Menschen aus verqualmtem Haus


Mit 2 Drehleitern wurden Löscharbeiten durchgeführt, Wohnungen und Balkone kontrolliert und Bewohner in direkter Ansprache beruhigt. Dank der Besonnenheit und Ruhe der Bewohner war eine geordnete Gebäuderäumung möglich. Teils mit Fluchthaubeneinsatz wurden in der Folge 2 Frauen, 5 Männer und 2 Kleinkinder gerettet und in die Fürsorge und notfallmedizinische Versorgung des Rettungsdienstes übergeben. Der Einsatzleiter Rettungsdienst stand mit mehreren Notärzten und Rettungswagen bereit.


Um den Helfern mit einer Vielzahl von Einsatzfahrzeugen angesichts der beengten Strassenverhältnisse genügend Bewegungsraum zu gewähren, war die Polizei mit ausreichend Kräften vor Ort, um den Einsatzabschnitt abzusperren und den Verkehr zu regeln. Hilfreich war auch, dass die Polizei Auskünfte zur Anzahl der im Objekt gemeldeten Personen geben konnte. Der Kriminaldauerdienst ermittelt derzeit Ursache und Schadenshöhe.

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Da der Treppenraum über verglaste Brücken mit einem Nachbargebäude verbunden war und eine Rauchausbreitung drohte, wurde auch der angrenzende Wohnblock kontrolliert. Die Fassade rings um das Brandobjekt wurde teilweise eröffnet, abgelöscht und mit Wärmebildkameras auf Brandnester analysiert, da das Objekt ein Wärmedämmsystem aufwies.

Der Einsatz zog sich bis zum späten Nachmittag hin.