Nach einem Schuss auf die Nachbarwohnung wurde ein Nürnberger zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Das Landgericht Nürnberg-Fürth ordnete am Freitag außerdem die Unterbringung des Drogenabhängigen in einer Entziehungsanstalt an.

Nachbarin lag schlafend im Bett

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann in einer Juli-Nacht vergangenen Jahres mit einem Kleinkalibergewehr mindestens einen gezielten Schuss auf das Fenster der gegenüberliegenden Wohnung in Nürnberg abgab. Die Nachbarin, die schlafend im Bett lag, wurde durch Glassplitter getroffen, blieb aber unverletzt.

Gefährliche Körperverletzung und unerlaubter Waffenbesitz

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen versuchten Mordes fünfeinhalb Jahre Gefängnis gefordert, die Verteidigung plädierte auf eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung und hielt eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren für ausreichend. Verurteilt wurde er schlussendlich wegen gefährlicher Körperverletzung und unerlaubten Waffenbesitzes.