Am vergangenen Samstag kam es im Nürnberger Stadtteil Sündersbühl zu einem heftigen Streit unter Brüdern. Inzwischen ermittelt sogar die Nürnberger Mordkommission.

Zeugen hatten beobachtet, wie ein Bewohner einer Wohnung in der Kollwitzstraße vor seiner Haustür Blut abwischte und verständigten daraufhin die Polizei. Als auf Klopfen niemand öffnete, ließ man die Tür aufmachen. Die Polizisten trafen in der Wohnung auf einen 40-Jährigen, der zwar ansprechbar, aber schwer verletzt war. Der Mieter selbst war nicht anwesend.

Der Verletzte musste nach notärztlicher Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Seine Verletzungen sind laut Polizei derzeit aber nicht lebensgefährlich.

Im Rahmen einer umgehend eingeleiteten Fahndung gelang es, den mutmaßlichen Täter festzunehmen. Es handelt sich um den Bruder des Opfers. Der Mann wurde der Mordkommission überstellt. Dort ergaben die Ermittlungen, dass die beiden Brüder aus noch unbekannten Gründen in einen Streit geraten waren und der 30-Jährige seinen zehn Jahre älteren Bruder heftig angegangen und verletzt hatte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wird der Beschuldigte einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg zur Prüfung der Haftfrage überstellt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags dauern noch an.