Bereits im Vorgriff auf die erwarteten Niederschläge würden seit ein paar Tagen größere Mengen Wasser über den Main-Donau-Kanal in den mittelfränkischen Rothsee gepumpt, berichtete das Wasserwirtschaftsamt Ansbach.

Die insgesamt 15 Pumpen in den fünf Schleusen im südlichen Kanalabschnitt liefen seit Tagen unter Volllast. Dabei würden pro Sekunde 21 Kubikmeter Wasser in den Rothsee geleitet. 14 Kubikmeter pro Sekunde seien bei normalen Wetterlagen üblich. Inzwischen sei der bei Hilpoltstein (Landkreis Roth) gelegene Wasserspeicher wieder gut gefüllt, berichtet der zuständige Betriebsleiter Rolf Kleinert.

Während der Hitzeperiode hatte der Rothsee wegen Niedrigwassers auf der Donau vorübergehend nicht mit Wasser aus dem südbayerischen Fluss gespeist werden können. Da dennoch nicht darauf verzichtet werden konnte, die Wasserpegel der Flüsse Rednitz, Regnitz und des Mains mit Rothsee-Wasser zu stabilisieren, war der Wasserspiegel des Sees zuletzt um mehr als zwei Meter gesunken. Auf Dauer wären der Bade- und Segelbetrieb gefährdet gewesen.