Lkw-Fahrer liefern sich Krieg auf A9/A3 - Fahrer muss mit "massiven Herzproblemen" ins Krankenhaus: Am Mittwochmorgen (04.04.2019) fuhr ein Lkw am Autobahnkreuz Nürnberg von der A9 auf die A3. In einer Baustelle wollte der Fahrer von der mittleren auf die rechte Spur wechseln, berichtet die Polizei. Dort fuhr aber ein anderer Sattelzug auf halber Höhe. Das Vorhaben löste einen erbitterten Streit aus.

Bei Nürnberg: Streit zwischen Lkw-Fahrern entfacht

Der Sattelzugfahrer auf der rechten Spur ließ sich trotz angetäuschtem Spurwechsel nicht zurückfallen. Daraufhin fuhr der 50-jährige Lkw-Fahrer einfach auf die rechte Spur. Der 58-jährige Sattelzugfahrer wurde dadurch gezwungen, stark zu bremsen und auszuweichen. Bei seinem Ausweichmanöver scherte er soweit aus, dass er etwa fünf Warnbaken der Baustellenbegrenzung mit einem Lkw erfasste.

Das wollte sich der 58-jährige Trucker nicht gefallen lassen. Auf dem Seitenstreifen setzte er zur Verfolgung an und holte seinen 50-jährigen Kontrahenten ein. Beide gestikulierten dabei wild miteinander.

Streit bringt Unbeteiligte in Gefahr

Plötzlich zog der 58-Jährige mit seinem Lkw vom Seitenstreifen aus auf die rechte Spur. Auf dieser befand sich jedoch der andere Sattelzug. Aus Reflex lenkte der 50-jährige Fahrer daher auf die mittlere Spur, die ebenfalls befahren war. Die Fahrzeuge auf der mittleren Spur mussten daher stark abbremsen, während sich der 50-jährige Lkw-Fahrer auf die Spur drängte.

Ein Fahrer wird handgreiflich und erleidet Herzprobleme

Doch der Streit der beiden Fahrer war damit nicht beigelegt. Sie stoppten ihre Fahrzeuge beide auf dem Seitenstreifen und stiegen aus. Wutentbrannt stürmte der 58-Jährige auf seinen Kontrahenten zu, packte ihn am Kragen, schubste ihn und versuchte ihn zu schlagen. Der 50-Jährige wich dem Angriff aus und rannte zurück zu seinem Sattelzug, um sich in Sicherheit zu begeben.

Bei dem angreifenden 58-jährigen Mann machten sich plötzlich starke Herzprobleme bemerkbar. Er musste schließlich mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Den Streithähnen drohen Strafen

Polizisten vernahmen die beiden Lkw-Fahrer. Wegen Nötigung im Straßenverkehr, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und versuchter Körperverletzung mussten die beiden Männer mehrere hundert Euro an Sicherheitsleistungen zahlen. Zudem müssen sie mit einem Fahrverbot rechnen.

Autorin: Verena Reubel

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