Update: Zwei Trucker nach tödlichem Streit auf Rastplatz vor Gericht

 

Aktualisierung 19.03.2018, 18.50 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod eines 46-jährigen Lastwagenfahrers auf einem Rastplatz an der A9 bei Fischbach gibt es ein eindeutiges Obduktionsergebnis: Der Mann ist seinen schweren Kopfverletzungen erlegen. Zuvor war es nicht auszuschließen, dass er neben seinem Lastwagen erfroren sein könnte.

Der Gesundheitszustand eines 36-jährigen Truckers, der in der Nähe des Toten schwer verletzt gefunden wurde, ist inzwischen stabil, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte. Ob die Verletzungen des 36-Jährigen mit dem Tod des Ukrainers in Verbindung stehen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Montagnachmittag allerdings nicht. Auch die Frage, ob der 36-Jährige unter den drei festgenommenen Männern sei, ließ die Sprecherin unbeantwortet: "Das bestätige ich weder noch dementiere ich es."

Aktualisierung 19.03.2018, 10:51 Uhr: Nach aktuellem Ermittlungsstand gehen die Beamten der Mordkommission Schwabach davon aus, dass dem Tod des Truckers (46) ein Streit zwischen mehreren Lkw-Fahrern vorausging. Unter dringendem Tatverdacht nahmen die Ermittler bereits in den Abendstunden des Sonntags drei osteuropäische Fernfahrer fest.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte Haftantrag gegen die drei festgenommenen Männer. Sie werden im Laufe des heutigen Tages einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Auf einem Rastplatz an der A9 bei Nürnberg wurden am Sonntag ein Toter und ein Verletzter gefunden. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken bestätigte, handelt es sich bei dem Toten um einen 46-jährigen Lkw-Fahrer. Er lag mit schweren Verletzungen - unter anderem am Kopf - neben seinem Lkw.

 


Toter unter anderem mit Kopfverletzungen

Autofahrer fanden die Leiche mit Kopfverletzungen und verständigten gegen 8.30 Uhr die Polizei.Die Beamten fuhren direkt zu dem Rastplatz Brunn auf der A9 in Fahrtrichtung München. Vor Ort fanden die Beamten den toten Mann, der neben einem Lkw lag. Der Notarzt konnte auch nur noch den Tod des Mannes feststellen.

 

 

Im Führerhaus eines anderen Lastkraftwagens wurde ein weiterer verletzter Mann (36) gefunden, der in ein Krankenhaus gebracht wurde. Er war noch ansprechbar, hatte aber starke Verletzungen. Ob er der Fahrer des Lkws ist, in dem er gefunden wurde, ist noch nicht klar.

 

 


Mordkommission ermittelt

Weiterhin unklar ist, was sich genau an dem Rastplatz abgespielt hat. Die Kriminalpolizei Schwabach ermittelt und geht von einem Gewaltverbrechen aus. Der Tathergang ist noch völlig unklar - derzeit laufen noch die Befragungen unter den weiteren Lkw-Fahrern auf dem Rastplatz. Eine Obduktion der Leiche ist angefragt. Ein Ergebnis wird in den nächsten Tagen erwartet. Es wird nicht von einem Suizid ausgegangen.

 

 

 


Etwaige Zeugen des bislang unbekannten Tatablaufs werden gebeten sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0911 2112 - 3333 zu melden.