Nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft raste er am 11. Juni betrunken und unter Drogen mit einem nicht zugelassenen Auto die Große Straße entlang. Das Amtsgericht sprach den 27-Jährigen am Freitag unter anderem wegen fahrlässiger Tötung schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre und elf Monate Haft gefordert, die Verteidigung drei Jahre und einen Monat. Der Angeklagte fuhr laut Urteil am Abend des 11. Juni mit knapp 130 Stundenkilometern die Große Straße in Nürnberg entlang, eine ehemalige NS-Aufmarschstrecke. Dabei erfasste der Wagen die 18 Jahre alte Skaterin, die mit ihrer Schwester die Straße überqueren wollte. Die junge Frau starb noch an der Unfallstelle.

Beim Prozessbeginn am Freitag sagte er: "Es tut mir leid, dass ich so einen schrecklichen Unfall verursacht habe." Er habe bei seinen Beschleunigungsfahrten auf der Großen Straße - einer früheren NS-Aufmarschstrecke - nicht auf die Geschwindigkeit seines 300 PS starken Autos geachtet. An den Unfall könne er sich nicht genau erinnern. "Es ist alles so schnell geschehen." Vor dem Unfall habe er "dreieinhalb Flaschen Bier" getrunken.

Ein Zeuge sagte, der Angeklagte sei mit einer "Wahnsinns-Geschwindigkeit" unterwegs gewesen, die "völlig überzogen" gewesen sei. Laut Anklage fuhr der 27-Jährige am 11. Juni mindestens doppelt so schnell wie die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Der Wagen erfasste die 18 Jahre alte Skaterin, die mit ihrer Schwester die Straße überqueren wollte. Die junge Frau wurde etwa 70 Meter weit geschleudert und starb noch an der Unfallstelle.