Neben den Darstellern gab sich auch Drehbuchautor und Regisseur Max Färberböck die Ehre und so gab es bei dem Treffen in Berlin viele Antworten zu den Fragen rund um den Frankentatort.

Von Seiten des Bayerischen Rundfunks wurde erläutert, dass der Frankentatort keinem Label unterworfen werden soll. Es soll kein besonders komischer oder tragischer Tatort sein, sondern einer, in dem alles passieren kann. So ließen sich die Produzenten und das Drehbuchteam um Max Färberböck auf die fränkische Mentalität ein und ließen Nürnberg auf sich wirken. Färberböck beschrieb die Entwicklung des Drehbuchs anhand seines ersten Nürnbergbesuchs: Da habe er an einer Ampel halten müssen und auf einer Straßenseite ein Waffengeschäft gesehen.

Dieses Waffengeschäft habe ihn inspiriert, also wollte er eine Geschichte um eine Waffe herum stricken. Diese Waffe findet im Tatort seinen Besitzer, nicht umgekehrt. Er wollte keinen Milieu-Tatort kreieren, denn schließlich spielt der Tatort in Nürnberg und nicht in Berlin. Färberböck betonte auch, dass die Historie von Nürnberg für ihn in der Stadt stets spürbar war. Ebenso wollte er die fränkische Art nicht zu kurz kommen lassen und versuchte deshalb, die fränkischen Figuren so zu gestalten, wie er die Nürnberger erlebte: etwas verschlossen, aber herzlich.

Über 3600 Bewerber
Bei der Suche nach Komparsen tat sich nach Angaben des BR eine ungewöhnliche Schwierigkeit auf: für die 100 Rollen, die es zu besetzen gab, meldeten sich 3600 Bewerber. Diese Vorfreude auf den Frankentatort, die auch während des Drehs wohl immer zu spüren war, sei aber kein Hindernis, sondern ein Ansporn gewesen. Von der Atmosphäre und Euphorie in Franken waren nicht nur die Macher hinter den Kulissen begeistert, sondern auch die Schauspieler. Die gebürtige Bambergerin Eli Wasserscheid freute sich, nachdem sie den Film zum ersten Mal gesehen hatte. "Nürnberg und Franken wird in einem schönen Licht gezeigt." Auch die anderen Darsteller zeigten sich mit dem Ergebnis, das sie am Vorabend der Pressekonferenz gemeinsam angeschaut hatten, zufrieden.

Während Wasserscheid bisher noch nichts von einem Tatort-Ruhm spürt, merkt Andreas Leopold Schadt aus Hof, dass er ein bisschen prominenter ist als zuvor. Eigentlich hatte er beschlossen die Schauspielerei zurückzufahren und eine Ausbildung zu beginnen. Nachdem er nun aber im Tatort mitspielt, sei er in Hof doch ziemlich bekannt geworden. Auch der fränkische Comedian Matthias Egersdörfer kam zu Wort und kommentierte die Frage, ob der Tatort den Franken wohl gefalle, auf seine typisch trockene Art: "Ich hoffe nicht".

Und sogar über den nächsten Frankentatort wurde schon gesprochen. Das Buch wird von einem anderen Autor geschrieben und die Dreharbeiten beginnen im Juli. Dieses Mal wird auch in Würzburg gedreht. Der Sitz der Mordkommission wird aber wieder in Nürnberg sein. Nun können sich die Tatort-Fans aber erst mal auf den 12. April freuen, dann läuft nämlich der erste Frankentatort um 20.15 Uhr im Ersten.


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