Die Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, Äthiopien und dem Iran riefen immer wieder: "Abschiebung - Abschaffen. Flüchtlingslager - Abschaffen. Arbeitsverbot - Abschaffen." Auf Plakaten hieß es "Kein Spiel mit Flüchtlingsrecht" und "Diktatorische Länder -> direkt sterben. Demokratisches Deutschland -> qualvoll sterben".

Wie Markus Schuler von der Initiative "Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen" sagte, müssten Flüchtlinge teilweise Jahre bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens warten. Selbst Flüchtlinge, die aus Kriegsgebieten geflohen seien, würden oft nur geduldet und müssten täglich mit ihrer Abschiebung rechnen. "Diese jungen Menschen haben ein Arbeitsverbot und keine Perspektive", sagte Schuler.

Nach Angaben des Bayerischen Flüchtlingsrats halten sich viele der Kundgebungsteilnehmer schon seit mehreren Jahren in Deutschland auf. Die ständige Angst vor der Abschiebung habe einige krank gemacht, sie litten unter Depressionen. Es müsse daher endlich Schluss sein mit der langen Bearbeitungszeit ihrer Anträge.