Die Konzertagentur Deag hatte die beiden Festivals ins Leben gerufen. "Rock im Revier" sollte ursprünglich unter dem Namen "Grüne Hölle Rock" am Nürburgring steigen und dort das Traditionsfestival "Rock am Ring" ersetzen. Nach einem Streit mit den Nürburgring-Betreibern verlagerte Deag die Veranstaltung ins Ruhrgebiet.

Die Traditionsfestivals "Rock am Ring" und "Rock im Park" von Veranstalter Marek Lieberberg finden eine Woche später (5. bis 7. Juni) auf dem Eifel-Flugplatz Mendig und auf dem Nürnberger Zeppelinfeld statt.


Kampf der Festivals gestartet

Seit Jahrzehnten ist "Rock im Park" das größte Rockfestival im Freistaat. Jetzt will "Rockavaria" ihm Konkurrenz machen. Hier die beiden Festivals im Vergleich.


Festivalgelände:

"Rockavaria" findet vom 29. bis zum 31. Mai im Münchner Olympiapark statt. Die größte Bühne befindet sich im Olympiastadion, kleinere in der Olympiahalle und im Teatron, der Bühne am Olympiasee. Über den U-Bahnhof Olympiazentrum ist das Festivalgelände mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

"Rock im Park" hat seinen Namen tatsächlich auch vom Münchner Olympiapark, wo das Festival unter diesem Namen 1995 seinen Anfang nahm. Erst im Jahr 1997 zog es auf das Nürnberger Zeppelinfeld. Dort findet es in diesem Jahr vom 5. bis zum 7. Juni statt. Es gibt traditionell drei Bühnen: Die Centerstage, die Alternastage und die überdachte Clubstage - die inzwischen nach Sponsoren benannt wurden und anders heißen. Außerdem gibt es ein Partyzelt für die nächtliche Feier.


Besucher:

Bei "Rockavaria" werden nach Veranstalterangaben 45.000 Besucher pro Tag erwartet. Ob es sich dabei um Tages- oder Drei-Tages-Tickets handelt, blieb aber zunächst ein Geheimnis. Das Festival richtet sich nach Angaben von Andrea Blahetek, Geschäftsführerin von Global Concerts GmbH, an ein etwas gesetzteres Publikum: "Wir wollen gezielt ein Publikum ansprechen, das etwas komfortorientierter ist und die Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt, im Umland oder auch zuhause nutzen möchte." Zelten ist auf dem Gelände verboten.

"Rock im Park" dürfte es in diesem Jahr wohl zum begehrten Label "ausverkauft" schaffen. Das ist im Gegensatz zur "großen Schwester" "Rock am Ring" längst nicht in jedem Jahr der Fall. 2015 wurden aber bereits rund 75.000 Drei-Tages-Tickets verkauft, es gibt nur noch Tagestickets. Ein Großteil der Besucher findet auf den zahlreichen Zeltplätzen einen Platz zum Schlafen.


Bands:

"Rockavaria" hat sich einer härteren Gangart verschrieben. Es gebe eine "klare Ausrichtung auf den Rock- und Metal-Bereich", sagte Christian Diekmann, Vorstand der Konzertagentur Deag. Neben den Headlinern Muse, Kiss und Metallica stehen noch Bands wie Incubus, Limp Bizkit, The Hives oder Paradise Lost auf dem Programm. Ein Drei-Tages-Ticket kostet 179 Euro, ein Tagesticket gibt es ab 85 Euro.

Bei "Rock im Park" wird zwar auch gerockt, dort stehen aber insgesamt deutlich mainstreamtauglichere und möglicherweise auch bekanntere Bands auf dem Programm - neben den Headlinern Die Toten Hosen, Foo Fighter und The Prodigy sind das unter anderem Slipknot, Motörhead, Kraftklub, Beatsteaks, Marilyn Manson und Deichkind. Ein Drei-Tages-Ticket kostete - je nach Kaufdatum - zwischen 160 und 180 Euro. Es sind allerdings nur noch Tageskarten für zwischen 75 und 85 Euro zu haben. dpa/tos