Die Empfängerin war selbst überrascht als sie das Paket beim Zollamt öffnete. Ein Bekannter der jungen Frau, der in Thailand lebt, fand den Delfin-Schädel wohl am Strand und wollte ihr diesen schenken. Da allerdings alle Delfinarten nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen streng geschützt sind, benötigt man für die Einfuhr entsprechende Genehmigungen.


Mitnahme aus Urlaub kann strafbar sein


Diese werden für Delfine jedoch nur für wissenschaftliche Zwecke ausgestellt, so dass die Zöllner das "Überraschungsgeschenk" beschlagnahmten. Der jungen Frau droht nun ein Bußgeld, über das das Bundesamt für Naturschutz entscheiden wird.

In diesem Zusammenhang weist das Hauptzollamt Nürnberg auf den Internationalen Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai hin. Weltweit sind inzwischen circa 5.600 Tier- und 30.000 Pflanzenarten im Bestand gefährdet oder akut vom Aussterben bedroht.

Durch die unbedachte Mitnahme und den Kauf von Pflanzen oder Tieren und Waren daraus wird die Artenvielfalt in den Urlaubsländern erheblich gestört. Reisende, die dennoch Erzeugnisse aus geschützten Arten mitbringen, laufen Gefahr, dass diese bei der Einreise beschlagnahmt und eingezogen werden und das Bundesamt für Naturschutz ein Bußgeld gegen sie verhängt oder sogar ein Strafverfahren eingeleitet wird.

Hierbei wird im Übrigen nicht unterschieden, ob es sich um Fundstücke wie z.B. Strandgut oder gekaufte Waren handelt und auch Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Weitere Informationen zum Artenschutz.


Weil ein Mann aus Thailand seine Bekannte in Nürnberg mit einem außergewöhnlichen Geschenk überraschen wollte, droht der jungen Frau nun ein Bußgeld. Per Post schickte er ihr einen Delfin-Schädel, der am Nürnberger Zollamt Hafen beschlagnahmt wurde, wie das Hauptzollamt am Mittwoch mitteilte. Der Mann habe den Delfin-Schädel wohl am Strand gefunden. Da aber alle Delfinarten nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen streng geschützt seien, benötige man für die Einfuhr eine entsprechende Genehmigung.
Die Frau sei am Montag in das Zollamt bestellt worden, um das Paket gemeinsam mit Zollbeamten zu öffnen. Das sei bei Sendungen aus Nicht-EU-Ländern so üblich, erklärte eine Sprecherin. Die Empfängerin sei selbst überrascht gewesen vom Inhalt des Pakets. Der Delfin-Schädel komme nun erstmal zum Bundesamt für Naturschutz nach Bonn. Die Behörde müsse auch entscheiden, ob ein Bußgeld fällig sei.
Das Hauptzollamt wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die unbedachte Mitnahme von Pflanzen oder Tieren die Artenvielfalt in Urlaubsländern erheblich störe.