• Polizei stoppt illegalen Welpentransport auf Parkplatz Auergründel bei A6
  • Zwei Hunde-Babys wurden von Schmugglern in winzige Anglerbox gesperrt
  • Tierheim Roth kümmert sich um geschundene Tiere
  • Boxer-Welpen litten unter blutigem Durchfall und sind nun in Quarantäne

Die Mitarbeiter des Tierheims Roths haben drei gerettete Hunde aus einem illegalen Tiertransport aufgenommen, das bestätigt Leiterin Carmen Nottrott am Dienstag (25.02.2020) inFranken.de.

Polizei-Kontrolle auf A6: Kleinbus mit neun Personen und drei Hunden

Am Samstag hatte die Polizei auf dem Autobahnparkplatz Auergründel bei der A6 einen rumänischen Transporter kontrolliert. Der Kleinbus war mit neun Personen besetzt, berichtet die Polizei. Im Fußraum machten die Beamten dann eine erschreckende Entdeckung.

Ein kleiner Welpe blickte mit seinen großen Augen aus einer winzigen Anglerbox, er war nicht allein. In dem winzigen Behälter steckte ein weiteres Hunde-Baby, berichtet die Tierheimleiterin Carmen Nottrott. Die Anglerbox hatte zwei Löcher, nur eins davon war groß genug, dass ein Tier seinen Kopf herausstrecken konnte.

Die Boxer-Welpen sollten von Rumänien bis nach Frankreich transportiert werden, erläutert die Polizei. Drei Hunde waren an Bord des überfüllten Kleinbusses. Die zwei Welpen in der Anglerbox sowie ein rund neun Monate alter Mischlingshund. Die Hunde-Welpen waren viel zu früh von ihrer Mutter getrennt worden, ihr Alter wird auf gerade einmal sieben Wochen geschätzt.

Illegaler Welpentransport: Hunde hatten starken Durchfall

Die Polizei rief das Tierheim Roth um Hilfe. Mitarbeiter kamen zum Autobahn-Parkplatz, retteten die Hunde aus dem Kleinbus und brachten sie in das Tierheim. "Die Welpen hatten ohne Ende blutigen Durchfall", berichtet Leiterin Nottrott inFranken.de. Am Dienstag gehe es den Tieren, die sich aktuell in Quarantäne befinden, aber schon etwas besser. "Sie konnten stabilisiert werden, ihr Gesundheitszustand kann sich aber jederzeit verschlechtern", so Nottrott.

Die Tierheim-Mitarbeiter päppeln nun die Hunde auf. In frühestens acht Wochen könnten die Welpen vermittelt werden, betont die Leiterin. Allerdings nur, wenn es ihnen dann auch besser geht.

Die Welpen-Schmuggler erwartet indes eine Geldbuße, teilt die Polizei mit. Außerdem müssten sie für die Kosten der Unterbringung im Tierheim aufkommen. Die Rumänen hatten bei der Polizei-Kontrolle am Samstag eine Sicherheitsleistung hinterlegen müssen und durften dann weiterfahren.

Erst vor zwei Wochen war ein Hunde-Baby auf der A3 aus den Fängen seiner Besitzer gerettet worden: Nun kümmert sich das Hersbrucker Tierheim um Hugo.